Rolling up the Australian Coast

Wer hat an der Uhr gedreht? Die Zeit vergeht wie im Fluge, schon sind 4 Wochen wieder vorbei und seit wenigen Stunden sind wir nun in Neuseeland.

Roadtrip Part 3: Sydney nach Brisbane

Ab in die Blue Mountains hiess es vor 10 Tagen, nach unserem Sydney Besuch. Als wir am Morgen aufwachten lächelte uns noch die Sonne an und wir waren zuversichtlich unsere geplante Wanderung (trotz wackliger Wettervorhersage) durchführen zu können. Als wir bei den Three Sisters, der bekannten Steinformation der Region, ankamen drehte sich der Wind und es fing tatsächlich wieder an so richtig zu regnen. Irgendjemand (merci Petrus!) war wohl nicht so überzeugt von unserem Plan, anders können wir uns das nicht erklären. Etwas gefrustet dafür nach einem ausgedehnten Z’Morge fuhren wir halt weiter bzw. wieder zurück in die Küstenregion wo auch das Wetter viel besser war. 


Im Hunter Valley angekommen, erkundigten wir uns als erstes nach den Weingütern und liessen uns eine weitere Weindegu nicht nehmen 🍷😎😊. Passend dazu gings zum Abendessen ins Pub der lokalen Bierbrauerei😆. Obwohl das Valley einige Vorzüge zu bieten hatte, entschieden wir uns weiter zu fahren und ab & zu für einen kleinen Walk anzuhalten. Der erste stand im fast kitschigen Myall Lakes National Park an. Die Buchten waren so gut wie leer, der Sand weiss und das Wasser zu kalt für uns😄. Jedoch lohnte sich die Fahrt alleine schon wegen dem Spaziergang zum Leuchtturm mit der tollen Aussicht. Weiterhin der Küste entlang ging es dann hoch in den Hat Heads National Park, nach South West Rocks. In der Bucht konnte man wieder vom Land aus ohne weiteres Wale beobachten und mit etwas Glück hüpften dabei nocn Kängurus um einen herum. Am nächsten Morgen fuhren wir wieder ein wenig ins Landesinnere zurück, nämlich in den Dorrigo National Park. Dort konnte man nebst einer 3h Wanderung von einer Skyplattform aus über die ganzen Wälder bis fast zur Küste blicken. Auf der Wanderung erhielt man Einblick auf einen Wald mit lustig aussehenden Bäumen und super schönen Wasserfällen. Es war sogar möglich hinter die einen Fälle zu laufen, ein uns bis jetzt seltener Anblick. Am späteren Nachmittag ging es dann zurück an die Küste, genauer gesagt nach Coffs Harbour wo wir übernachteten. 


In unserem Reiseführer wird Coffs Harbour als einer der besseren (und auch billigeren) Whale Watching Spots aufgeführt, das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen😉. Also sind wir mit einem Katamaran raus gefahren und nach weniger als 10min schwimmten schon die ersten Buckelwale vor dem Boot durch🐋😍🐋. Wir konnten die kleine Herde etwas verfolgen und staunten nicht schlecht als das Jungtier mehrere Male (vor Freude uns zu sehen natürlich) in die Luft sprang! Absolut ultramässig hammer giga mega geil! Als wäre das nicht genug tauchten die Walherde (und später noch eine andere) unter dem Boot durch und kamen direkt neben dem Boot hoch. Viel näher kann man diesen Meeresbewohner in der Wildnis kaum noch kommen. Und als wäre dies nicht genug für einen Ausflug, gesellten sich auch noch Delfine zu uns, um das Boot auszukundschaften wieder inkl. Luftsprünge. Viel mehr Glück kann man bei einer 3h Bootsfahrt kaum haben, oder?! 


Nach unserem Wal-Flash fuhren wir weiter nach Woolgoolga wo gerade das Curryfest im gange war. Hier schlugen wir uns die Bäuche mit leckerem indischen Essen voll während Showgruppen ihre indischen Traditionstänze aufführten… Ja, es war etwas Bollywood-Kitsch mässig😊. Weiter ging’s mit vollem Bauch nach Ballina, eine Stadt wenige Kilometer südlich von Byron Bay. Hier übernachteten direkt am Flussdelta und genossen den mega schönen Sonnenuntergang während wir unseren Trip zu Ende planten. Morgens ging es dann in die Hippie meets Surfer Stadt Byron Bay, eine lustige Stadt mit Dorfcharakter und viiiiiiielen barfüssigen im Jahr 1968 stehen gebliebenen Hippiesurfern 😄. 


Leider hatten gerade die Schulferien begonnen und dementsprechend war viel los, für uns ein Grund weiter zu ziehen – nämlich in den Night Cap National Park. Dort wollten wir die Minyon Falls besuchen und die waren über einen 30min Spaziergang mit einem gestrüppigen Weg zu erreichen. Nach der Schlangenattacke (oder so) hatte Nicole auf das keine Lust und entschied beim Auto in der Sonne zu warten und zu lesen. Adrian verstand jedoch das Nicole zum Lookout fährt und wir uns dort träfen. Fast 2h später fragte sich Nicole langsam wo Adi ist, sonst läuft er ja auch nicht gerade langsam… Plötzlich ging ihr ein Licht auf, da gab es wohl ein Missverständnis🙈. Hihi, beim Lookout wartete dann ein leicht genervter Adi, der schon dachte er sei in der Wildnis ausgesetzt worden (was für ein blöder Gedanke, er hatte ja Nicoles Kamera dabei und die würde sie nie aussetzen)😂😂😂 Tja, kommt halt vor🙈😜 Daraufhin brauchte aber jemand ein Bier, haha!

Am nächsten Morgen war dann alles vergessen (bzw. fast – er behauptet jetzt noch es wäre ein Aussetzversuch gewesen) und wir gingen auf Schnabeltier Suche – eines der letzten Tiere die wir noch gerne gesehen hätten. Leider sind die kleinen Tierchen erstens eher nachtaktiv und zweitens extrem scheu. Obwohl wir über lange Zeit muckmäuschenstill am Teich standen sahen wir ausser ein paar Warane (die können schwimmen!) nichts 😔, wir haben es auf jeden Fall versucht. Immer kann man halt auch kein (Geisser-) Glück haben. 


Nach unserer „Morgenpirsch“ machten wir uns auf an die Gold Coast wo wir in der Nähe der Surfers Paradise noch etwas den Strand und die Sonne geniessen wollten. Wenn wir schon im Paradies der Surfer sind, dachten wir uns sollten wir auch das Surfen ausprobieren. Also buchten wir eine Surflektion für den nächsten Morgen und hatten einen mega Spass! Am Currumbin Beach findet man die perfekten Wellen für Anfänger und so standen wir beide schon bei der zweiten Welle auf dem Brett🏄. Der Instruktor staunte nicht schlecht ab den zwei Schweizer die sich gar nicht so doof anstellten wie er gedacht hatte, wir mussten uns zu anfangs noch Witze über „Surfchampions“ aus dem Binnenland anhören. Wir freuen uns nun schon auf die Surfstrände in Neuseeland und werden es wohl nochmals versuchen. (Apropro Witze, auch Adrian konnte sich kaum mehr halten als am Abend zuvor Nicole witzelte sie sei das geborene Surfergirl😝 ratet mal wer zuerst eine Welle ferig geritten ist 🤓😎🏄🏽 haha, wohl aus Eifersucht kriegte sie dann einmal auch sein Brett an den Kopf😄😜) 


Nach dem Surfmorgen war dann ein Shoppingnachmittag und ein gemütlicher Abend in Jacobs Well angesagt, wo wir die letzte Nacht im Campervan soweit verbracht haben.

Brisbane

Unsere leider letzte Aussie- Destination ist erreicht: Brisbane! Noch bevor wir unser Gepäck ins Hotel brachten fuhren wir direkt zum etwas ausserhalb auf einem Hügel liegenden Planetarium. Nicht weil wir vormittags Planeten & Sterne bestaunen wollten, sondern weil dort der Blick auf die Stadt und Umgebung super schön ist. Strahlender Sonnenschein (wie eigentlich immer in den letzten Tagen) bescherte uns nebst der Aussicht noch mehr Vorfreude auf die Stadt. Doch zuerst stand Unterkunft beziehen, Auto räumen und zurück bringen auf dem Programm. Wir hatten uns schon so an unser Büssli gewohnt, es war ein echter Krampf alles einpacken zu müssen. Wir dürfen es ja dann in Neuseeland nochmals geniessen nicht backpacken zu müssen…

In der Innenstadt wartete eine coole Fussgängerzone mit härzigen Cafés, vielen Geschäften und begabten Strassenkünstlern auf uns. Herum schlendern war angesagt! Wie bis jetzt alle australischen Städte gefiel uns auch Brisbane auf anhieb – nett am Fluss gelegen, modern und überall ist etwas los –  cool! Am Abend gabs Nachtessen in Jamie Olivers italienischen Restaurant – mhhhhhhhm so fein! Der Jamie bzw. seine Köche haben es echt drauf, da kommen wir gerne wieder. Am zweiten Tag lachte leider die Sonne nicht mehr ganz, doch durch Wolken lassen wir uns die Tour nicht vermiesen und spazierten weiter in Brisbane bzw. fuhren mit der Fähre auf dem Fluss herum. So ging unser letzter Tag in Australien zu Ende und heute Morgen verliessen wir das schöne Land, um unser Neuseeland Abenteuer anzugehen. 

Auf der Flucht vom Regen, Sydney wir kommen!

Hello from the otherside! Hier auf der anderen Seite der Erde „kämpfen“ wir gerade mit Aprilwetter, denn es ist Frühling und das heisst die Wetterverhältnisse sind alles andere als stabil. 😣

From Melbourne to Sydney

Als wir Melbourne verliessen, regnete es in Strömen – was unsere Entscheidung früher weiter zu reisen zum Glück bestätigte. Mit den dunklen Regenwolken im Rücken fuhren wir nun in den Norden und hatten nach 1-2h tatsächlich wieder blauen Himmel über uns. Dies freute und ärgerte uns gleichermassen, den eigentlich wollten wir in den Wilson Promotory NP, das wurde uns wegen des starken Regen aber abgeraten (es regnete in Südaustralien auch weiterhin). Angekommen in Sale, empfiel uns die nette Dame im Visitor Center ein paar Walks und Routen entlang der Küste, welche wir auch gleich in Angriff nahmen. So fuhren wir nach Lakes Entrance um dort neben unserem Nachtlager auch ein Teil des 90-Mile-Beach vor zu finden. Am Tag zuvor wurde eine Seelöwen Familie am einen Ende der Stadt gesichtet. Also nahmen wir den 6km Loop auf uns und konnten bis zum Sonnenuntergang nebst dem tollen Ausblick auf das Meer und den Strand auch noch einer verspielten Seelöwenfamilie zuschauen. Am nächsten Morgen machten sich am südlichen Horizont schon wieder dunkle Wolken bemerkbar, also ab ins Auto und weiter nordwärts fahren. Nach ein paar Kilometer kamen wir einmal mehr zu tollen Stränden, die immer wieder Walks von 1-3km zu bieten hatten – die perfekten Autopausen. Gerade als wir auf einem Regenwald Spaziergang waren, holten uns die Gewitterwolken wieder ein und ziemlich schnell verwandelte sich das Spazieren in ein Rennen um😄💦. Da Petrus sich wohl wieder einen Scherz auf unsere Kappe leistete, schien natürlich nach 30min fahren die Sonne wieder! ☀️🌧☁️🌤⛈🌦☀️ Wir wollten unser Glück nicht rausfordern und verzichteten dann auf einen weiteren Regenwald-Walk😝. Übernachtet haben wir dann in Eden, umgeben von grasenden Kängurus auf dem Campingplatz. 


Ja, okay wir geben’s ja zu… Einigen mag es auch schon aufgefallen sein… Wir sind zu richtigen Junkies geworden und weigern uns auch unsere Sucht aufzugeben: Gibt es irgendwo Tiere bzw. Wildlife zu beobachten sind wir sofort dabei🤓 In Eden gibt’s einen Whale Lookout – also sind wir nach dem Frühstück als erstes zum Aussichtspunkt gefahren und hofften auf eine Entdeckung. Doch da wir nichts sahen und eine Dame vom lokalen Whaleoffice gerade einen Stand mit super Feldstechern aufbaute, gingen wir kurz ins maritime Museum und kehrten etwas später zurück. Ausgerüstet mit unseren Ferngläsern waren wir dann tatsächlich in der Lage Buckelwale zu beobachten. Wir bekamen von den Walprofis noch ein paar Tipps und sogar einen kleinen Feldstecher mit auf den Weg und als wir uns wieder mal eine Pause an einer Bucht gönnten, konnten wir relativ nah am Festland mehrere Wale planschen sehen.🙃😍  Der Küste entlang ging es weiter in den Mimosa Rocks Nationalpark wo wir wieder kleinere Wanderungen unternahmen und von neugierigen Wallabies schon fast verfolgt wurden. 


Die Nacht verbrachten wir in der Nähe von Narooma, wo wir sogar zum ersten Mal auf dem Bunsenbrenner kochten (sonst hatten die Campingplätze immer Koch-& Grillstellen bisher). Frühmorgens machten wir uns dann auf in den Murramarang National Park um einerseits den von Kängurus und Waranen bewohnten Pebbly Beach zu besuchen und andererseits eine Wanderung auf den höchsten „Berg“ im NP zu machen. Nach dem wir also die Kängurus am schönen Strand gesichtet hatten, wanderten wir durch den Wald los  um die Spitze des Bergs zu erreichen. Gute 1.5h bergauf und wir erreichten einen begrasten Weg, der uns zum Aussichtspunkt und Ziel führen sollte. Während wir zuerst noch ein schlafendes Känguru beobachteten, entdeckte Nicole ein Goanna (eine der grösseren Waranen-Arten). Die ca. 1m grosse Echse schlenderte langsam auf dem Weg vor uns her, also schlichen wir hinterher um ein gutes Foto machen zu können. Als wir kurz stehen blieben um ihr beim watscheln zu zusehen und die Kamera in Position zu bringen, schrie Nicole auf einmal auf und rannte in Bolt-Manier in die entgegengesetzte Richtung. Ziemlich schnell rannte auch Adrian, denn direkt neben uns beobachtete uns eine 2,5m Redbelly – Schlange mit erhobenem Kopf! So nahe will man keine Schlange neben sich entdecken, sie hatte maximal 2m Abstand zu uns und war definitiv kein bisschen von uns beeindruckt… Soll noch jemand sagen“die hauen ab sobald sie die Schritte wahrnehmen“ 🙄  das Exemplar jedenfalls nicht. Schnell vergessen war also der Aussichtspunkt und die Echse, wir hatten beide die Hosen voll (einige etwas mehr als andere 😅) also kehrten wir wieder um kurz vor dem Ziel! So viel zu: „die haben mehr Angst vor dir, also du vor ihr“, ähhhhm – NEIN! Vollgepumpt mit Adrenalin ging’s also wieder bergabwärts, so sind wir ~3h gelaufen und haben nicht beim Aufstieg am meisten geschwitzt😂. Beim Parkplatz trafen wir noch auf einen Parkranger und erzählten ihm (ganz locker natürlich) von unserer Begegnung, selbst er verzog das Gesicht, meinte aber die seien nicht zu giftig (Nicole googelte das natürlich – sie gehört „nur“ zu den 10 giftigsten Schlangen Australiens😳 Bisse töten nicht sondern hinterlassen nur Lähmungen. Echt cool *ironieoff*) Später ärgerte sich Adi, dass Nicole mit der Kamera in der Hand nicht zuerst ein Foto schoss bevor sie wegrannte, jetzt haben wir kein Erinnerungsfoto 🤔 tja. 


Also fuhren wir weiter nach Jervis Bay wo wir direkt am Fluss umgeben von farbigern Papageien und knuddligen Häslis campen konnten. Nach dem strengen Tag, liessen wir es uns bei einem 3-Gänge Menü inkl. Rindssteak auf heissem Stein gut gehen, wir hatten es uns verdient😜. Da in der Jervis Bucht sich gerne Delfine tummeln, ist es wohl einfach zu erraten was wir als erstes am nächsten Morgen gemacht haben, genau – wir sind aud Flipper Suche. Nicht nur Flipper sondern gleich seine ganze Familie haben wir gefunden😍. Von der Küste ging es danach ins Landesinnere, ins Kangaroo Valley. Nebst dem coolen Campingplatz wo nach Einbruch der Dunkelheit dutzende Wombats sich am Gras den Bauch vollschlagen, gibt es auch hier wieder verschiedene Weingüter. Eine Degustation konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und landeten so beim freundlichsten Weinbauer überhaupt. Im Gespräch erzählte er uns, dass der Rosé nach seiner Enkeltochter benannt sei und wir staunten nicht schlecht als er sagte sein Sohn wohne in der Schweiz – genau gesagt in Basel! Als wir eröffneten, dass auch wir von dort sind, konnten wir alle den Zufall kaum glauben 😊 also unterhielten wir uns natürlich über die schöne Stadt, das Trämmli und stimmten einander zu das Zürich völlig überbewertet ist😂😇. Natürlich kauften wir gleich ein paar Flaschen inkl. dem quasi von Basel stammenden Rosé. Zurück am Campingplatz watschelten tatsächlich die Wombats um uns herum – wir mussten nicht mal suchen gehen👍 

Nach der Nacht im Valley hiess es zurück an die Küste – wir wollten nämlich das Blowhole in Kiama sehen (ja, die nennen das wirklich so😆). Dabei handelt es sich um ein kleinen Höhlengang an der Felsküste der in einem vom Stein geformten Loch nach Aussen endet. Dort wird dann je nach Wellengang das Wasser meterweit in die Luft geblasen, eben Blowhole. Bei regnerisch-grauem Wetter standen wir am Loch und schauten dem Naturschauspiel zu. Wirklich lustig, vor allem auch wenn man probiert ab den Wellengeräuschen auszumachen ob es eine hohe Fontäne gibt und fast immer falsch liegt. Vom Blowhole fuhren wir weiter in den Royal National Park (nach dem Yellowstone der zweitälteste Nationalpark weltweit) um uns wieder im Regenwald und gleichzeitig an einer beeindruckenden Küste wieder zu finden. Und weil es im Regenwald immer beginnt zu regnen, fuhren wir bald weiter – nächster Halt Sydney!


Sydney

Glücklicherweise, kennt unser Navi immer die besten Strecken und schickte uns direkt durch die Grossstadt🙄 der Verkehr hielt sich jedoch in Grenzen und als wir am späten Nachmittag über die Harbour Bridge mit Sicht auf’s Opera House fuhren, hat sich die Route doch gelohnt. Angekommen in unserer über airbnb gemieteten Wohnung, machten wir uns bei einem (oder so) Glas Wein🍷 einen gemütlichen Abend, fast wie daheim! Das erste Mal seit wir die Schweiz verlassen haben, zappten wir uns mal wieder durch das TV Programm. Am nächsten Morgen wurde uns dann klar wie super die Lage der Wohnung war – 2min zur Fähre und eine 10min Fährtfahrt mit dem besten Blick auf das Sydney Citycenter. (Da Sydney inkl. der Suburbs an einer Bucht gebaut wurde, ist die Fähre das schnellste Transportmittel in der Stadt) Als erstes spazierten wir durch den alten und ersten Stadtteil Sydneys, The Rocks, und liefen nochmals über die Harbour Bridge. Da das Wetter strahlend schön war machten wir praktisch die ganze Citytour, welche die Touribusse abfahren, zu Fuss.👫 Sydney ist eine beeidruckende Metropole – Businessviertel, Shoppingmeilen, Hipsterviertel, Hafen und einladende Parks und Gärten – es gibt hier alles! Zum Sonnenuntergang nahmen wir noch dir Fähre nach Manly, die schönste Überfahrt der Stadt und genossen dort den Abend. Am nächsten Tag merkten wir, dass wir schon fast alle Highlights abgeklappert haben und entschieden uns in den berühmten Taronga Zoo zu gehen. Dort findet man alle in Australien lebenden Tiere – so bekamen wir doch noch ein Schnabeltier, den Tasmanischen Teufel und die giftigste Schlange der Welt (nicht dass wir die in der Wildnis sehen möchten) zu Gesicht. Am Nachmittag ging es noch an den Surferstrand Bondi Beach, wo wir noch ein Teil des 6km Coastwalk spazierten. Nach Einbruch der Dunkelheit verabschiedeten wir uns von der grossartigen Stadt und fuhren 1.5h westlich in die Blue Mountains. Hier beginnt die nächste Etappe unseres Aussie-Roadtrip…

Adi & Nicole im Känguruland 🇦🇺

Yeehaa endlich in Australien, somit haben wir jetzt jeden Kontinent der Welt ausser der Anktarktis besucht! 🙃🙂🙃🙂

Nach 13h Stunden Buenos Aires -> Auckland, fast 4h Aufenthalt von 04:30h bis 08:15h und dann nochmals 5h Flug sind wir angekommen – Adelaide unsere erste Destination auf dem roten Kontinent. 

Adelaide

Nach der langen Reise und dem 13.5h Zeitunterschied (wir waren nun plötzlich 7.5h der Schweiz voraus) kämpften wir zwar etwas mit dem Jetlag, doch trotzdem gingen wir schnell los und erkundeten bei strahlendem Sonnenschein die Innerstadt von Adelaide. Nach der 13Mio Stadt Buenos Aires, kam Adelaide mit seinen 1.4Mio Einwohner gleich viel gemütlicher rüber. Die Einkaufspassage ist auch nach Feierabend immernoch überschaubar und die Leute überaus freundlich. Grösstes Geschenk nach 3 Monaten Spanisch: es wird natürlich Englisch gesprochen – what more could have we wished for? 😄 Es gefiel uns auf anhin und Südamerika rückte gleich noch mehr in die Ferne. Nach einem langen Schönheitsschlaf (fast 12h am Stück😅) verbrachten wir noch eine weiteren Tag in Adelaide den wir hauptsächlich für Sightseeing, Kaffee trinken und shoppen nutzten. Sehr cool an der Stadt ist, dass sie rundherum von Grünfläche umgeben ist. Also verbrachten wir den späteren Nachmittag im botanischen Garten wo wir einen ersten kleinen Einblick in die Flora und Fauna von Down Under erhielten. Nach dem Abendessen hiess es dann schon wieder für die nächsten Tage einpacken, wir wurden nämlich am nächsten Morgen um 06:30h für unseren Zweitagestrip nach Kangaroo Island abgeholt.


Kangaroo Island

Los ging’s in Cape Jervis mit der Fährüberfahrt nach Penneshaw, einem Dörfchen auf Kangaroo Island. Dort wurden wir von unserer aufgestellten Tourleiterin in Empfang genommen. Mit nur vier weiteren Personen in der Gruppe ging es als erstes auf eine Schafsfarm, die Wollproduktion ist nebst dem Tourismus die wichtigste Branche und Einnahmequelle auf der Insel. Als erstes zeigten die Hirtenhunde uns ihr Können, ein „go get them“ reicht und wissen sie genau was zu tun ist – beeindruckend. Zum Totlachen war der Hund, der dafür zuständig ist die Schafe in der Box selber vorfährts zu treiben; um hin & her zu kommen, läuft er auf den Rücken der Schafe😂 herrlich! Nebst ein paar Fakten zu den coolsten Hunden ever erfuhren wir auch viel über die Wollproduktion und natürlich Schafszucht, als Highlight scherte der Schäfer noch ein Schaf (auch lustig mitanzusehen) und spinnte gleich Garn daraus. Obwohl wir zuerst nicht sooo erpicht auf die Schafsfarm waren, war es echt cool und vor allem sehr interessant – wirklich ein lohnender Abstecher. Nach dem „Schäfchen zählen“ (Nur für Lisi: Adrian zählte noch Schafe bis eines nicht über den Zaun kam 😉) gings weiter an eine wunderschöne Bucht nach der anderen. An der Seal Bay, der Name verrät’s schon, konnten wir dort (die vom Aussterben bedrohten) australische Seelöwen aus nächster Nähe (2-3m) beobachten. Nebst das wir sahen wie sie am Strand faulenzten und im Meer herumtollten, hatte es auch ein paar super süsse Junge😍 die sichs bei ihren Mamas gemütlich machten – sehr härzig. Die Nacht verbrachten wir in einer Lodge, nicht zu weit von einem weiteren atemberaubenden Strand entfernt. Am nächsten Morgen fuhren wor zuerst in ein Naturschutzgebiet wo wir die ersten Koalas & Kängurus entdeckten (Funfact: seit dem Dschungel in Peru haben wir immer „Wettrennen“, wer zuerst ein Tier sieht – bis jetzt hat immer Nicole gewonnen – auch hier kaum aus dem Auto schon erblickte sie den erste Koala 😎 Adrian sieht dafür meist zuerst die angefahrenen Tiere auf der Strasse😄). In die Koalas haben wir uns sofort verliebt, denn sie sind nicht nur meeeeega süss, sondern leben auch noch das perfekte Leben: Schlafen, essen und ab und zu zur Abwechslung vermehrt man sich. Hier in Australien sind die Koalas aber eine Plage bzw. gibt es zu viele davon, unsere Tourleiterin scherzte dass wir gerne eines mitnehmen können – und genau das würden wir auch tun, wenn der Zoll es erlaubt🙃. Auf der weiteren Fahrt hoppelten noch einige Kängurus an uns vorbei und Ameisenigel zeigten uns ihre Stacheln. Weitere Highlights von Kangaroo Island waren die neuseeländischen Seelöwen (diese können viel weiter schwimmen als die australischen und haben darum ihren Lebensraum etwas ausgeweitet), etliche Vögel, viele schöne Strände & Buchten und natürlich der Remarkable Rock – eine  von Wind und Wasser geformte Steinformation die wahrlich beeindruckend aussieht. Als letzte grössere Aktivität konnten wir noch in den Sanddünen der Insel Sandboarden gehen, da wir dies schon in Peru gemacht haben, waren wir quasi die Profis der Gruppe, hihi. Vor allem Adrians Technik wurde schnell kopiert und so hatten wir alle noch einen mega Spass auf den Sandhügeln. So ging unser Zweitagestrip auf Kangaroo Island zu Ende, eine wirklich abendteuerreiche und sehr lohnende Tour! Abends ging es dann leider wieder zurück nach Adelaide wo wir nochmals eine Nacht verbrachten bevor unser Aussie-Roadtrip beginnen sollte.


Roadtrip: Part 1 – Adelaide bis Melbourne

Sodeli – los gehts! Wir haben einen Campervan gemietet, wo hinten drin mit Matrazen ausgestattet ist, so dass wir überall einen Schlafplatz haben. Unser erstes Ziel ist das für seine Weine bekannte Barossa-Valley. Kaum ist unser Auto parkiert, ging’s gleich zur ersten Weindegustation los und ein paar Gläser später dann gleich weiter zum zweiten Weingut. 🍇🍷🍷🍷🍷🍷🍷🍷🍷 Bevor dann die Weine „plötzlich“ anfingen alle gleich gut zu schmecken, kauften wir ein paar Flaschen und entschieden uns zur Abwechslung auch mal was zu essen. Ein gelungener Start für unseren Trip, mit einschlafen hatten wir so keine Probleme😅

Am nächsten Morgen fuhren wir entlang dem Murray River wieder zurück in den Süden. Dabei begegneten auf unserem Weg Kakadus, Kängurus und der Tannenzapfenechse, lustiges Tierchen. Der Fluss selber liegt landschaftlich sehr schön gelegen und bietet immer wieder mal kleine Fährüberfahrten mit alten Schiffen an (vorauf wir aber verzichtet haben) . Übernachtet haben wir schliessich in Meningie und konnten direkt am See (Lake Albert) campieren. Weiter ging’s dann nach einem Scenic Drive um den See der Küste entlang in den Osten, dem Coorong Nationalpark. Dort bewunderten wir bei einem kurzen Wanderstop kleine Seen; der einte mit vom Kalk gefärbten weissem Wasser, der nächste mit rötlichem Schimmer, aber alle mit schwarzen Schwänen.


Unser Nachtlager schlugen wir dann in Robe auf und konnten dort noch bei strahlendem Sonnenschein 1-2h an der schönen Bucht mit ihren Leuchttürmen entlang spazieren. Was wir leider nicht eingeplant hatten, war der Regen der uns am nächsten Morgen erwartete. Unterwegs in den Grampians Nationalpark fuhren wir immer wieder in die Regenwolken hinein. Wir schafften es trotzdem mit nur ganz wenigen Schauern bis nach Horsham, wo uns aber wegen eines drohenden Gewitters abgeraten wurde weiter in den Park zu fahren. Also blieben wir die Nacht und fuhren (nach einem heftigen Gewitter das die ganze Nacht andauerte) erst am nächsten Morgen weiter. Den ersten Walk zu den McKenzie Falls konnten wir noch im ohne Nebel und trocken vollbringen, den 1-stündigen Spaziergang zum „besten Aussichtspunkt“  danach wurde uns aber vom Nebel versaut. Also entschlossen wir uns stattdessen ins Aboriginie Museum in Halls Gap zu gehen und aufgrund des sehr instabilen Wetter auf die nachmittags geplante Wanderung auf einen Berggipfel zu verzichten. Ein paar wenige Sonnenstrahlen schafften es doch noch durch die dicke Wolkenschicht, so dass wir später wenigstens noch ein paar Walks im Wald unternehmen konnten. 


Am Abend fuhren wir dann zurück an die Küste – nach Warrnambool, von wo aus wir unsere Fahrt entlang der Great Ocean Road starteten. Dieser Coastal Drive ist wohl eine der schönsten Fahrten entlang der Küste die man machen kann. Nebst den super schönen Stränden wartete in jeder noch so kleinen Bucht eine neue, noch coolere Steinformation auf uns. Und auch das Wetter hatte Nachsicht mit uns und wir konnten praktisch alles im trockenen abfahren. Highlight waren natürlich die 12 Apostles, die bis zu 60m hohen im Meer stehenden Kalksäulen bilden einen sagenhaften Ausblick – der Name GREAT Ocean Road wird hier mehr als gerechtfertigt. Den nächsten Morgen begannen wir dann mit einem Rainforrest Walk, wo wir nebst uralten & hohen Farnen (die wachsen nur 1-3cm pro Jahr) auch riesige Eukalyptusbäume bestaunten. Danach gings gleich weiter ans Cape Otway um den Koalas in den Bäumen aufzulauern – das macht einfach Spass! Leider war das dann aber der letzte spassige Akt für die nächsten Stunden – wegen eines Velorennens waren Teile des zweiten Teils der Great Ocean Road gesperrt und wir mussten einen riesigen Umweg machen. Dazu kam dann auch noch Regen und so ging unser Plan, eine kleine Wanderung zu einem See mit einer Schnabeltierkolonie leider wieder baden 😣. Etwas niedergeschlagen fuhren wir dann nur noch schnell nach Torquay um dort dafür einen sehr schönen Surferstrand und einen meeeega geilen Burger zu verdrücken. 


Am späten Nachmittag erreichten wir dann (bei Sonnenschein! Petrus, was soll das?!) das Ziel ein paar Stunden früher als erwartet: Hello Melbourne!!! 

Melbourne

Jaja, wir sind ihn uns scho gewohnt – nach einem sonnigen Abend, meldete er sich zurück: bähhh, Regen! Egal, wir sons hart im Nehmen und machten bei strömenden Regen eine Walking Tour durch die Innenstadt Melbournes. Die Stadt versprüht einen Charme wie nur die ganz coolen Städte der Welt (bspw. Basel😉), uns gefällts auf Anhieb. Die alten noch vom Goldrush geprägten Gebäude erzählen einem die Geschichte der Stadt, während im Hintergrund die Glassfassaden der neuen Hochhäuser spiegeln. An den Wänden prangen überall Grafittis und lassen ganze Gassen als ein einziges Kunstwerk aussehen. Es war wirklich schade, hat das Wetter überhaupt nicht mitgespielt, sonst hätten wir viel mehr Zeit in und um die Stadt verbracht.. Doch so entschlossen wir uns nach 2 Nächten leider weiter zu fahren (und hoffentlich Ende Januar zu den Australian Opens 😜😇 *Nicolehofftganzfest* wieder zu kommen). 

Das wär’s soweit! Der nächste Abschnitt von Melbourne nach Sydney folgt sicher schon bald (wir sind nämlich schon bald da). 

Gracias  y hasta la vista América del Sur

Wow – 3 Monate sind wir schon unterwegs und den ersten Kontinent haben wir nun hinter uns gelassen (genau gesagt 14h hinter uns😉). Aber eins nach dem anderen, es gibt ja doch noch was zu erzählen von den letzten 10 Tagen in Südamerika.

Iguazu Wasserfälle

Das letzte Highlight unseres Südamerika-Trips waren ganz klar die Wasserfälle in Iguazu. Sie gehören zu den gigantischten Fällen weltweit, Niagara kann laut Adrian einpacken dagegen (und trotzdem will Nicole die auch mal noch sehen). Die Wasserfälle liegen auf der Grenze von Brasilien und Argentinien (das Dreiländereck mit Paraguay befindet sich nur wenige Kilometer flussabwärts davon) und da beide Länder darum Anspruch auf die Fälle haben, kann man sie von der brasilianischen und der argentinischen Seite her besuchen. Wir starteten im brasilianischen Teil.

Foz do Iguaçu (BRA)

Zwei ganze Tage haben jetzt auch sogar noch in Brasilien verbracht,  das heisst wohl Brasilien – check! Nein natürlich nicht, aber bei der Reiseplanung war uns schnell klar das Brasilien alleine sicher 4 oder mehr Wochen benötigen würde, Zeit die wir lieber anders investierten. Das müssen wir uns für ein ander Mal, wie auch Argentinien, aufsparen. Jedenfalls waren wir schon bei Ankunft völlig überfordert mit dem Portugiesisch, nach fast 3 Monaten Spanisch (und mittlerweile verstehen wir es auch gut) klang Portugiesisch buchstäblich wie Chinesisch – wir verstanden kaum ein Wort. Glücklicherweise konnten viele auch etwas Spanisch oder Englisch, so kamen wir dann doch gut durch. Los gings am ersten Morgen natürlich gleich zu den Wasserfällen, diese sind in einem Nationalpark (mit hohen Eintrittspreisen) zu finden. Nach einer kurzen Busfahrt gelangten wir zum ersten Aussichtspunkt wo man gleich eine überwältigende Sicht auf die Fälle hatte.🤗 Von dort aus führte ein Weg entlang des Flusses zu den Wasserfällen hin, so dass man am Schluss direkt unter dem einten Fall stand. Nebst einer tollen Aussicht auf dem Spaziergang gabs auch etliche Nasenbären zu sehen, die frechen (aber irgendwie auch härzige) Tiere klauen einem alles was essbar ist. Demenstprechend sollte man nichts essen auf den Wegen, sonst wird man von einer Horde verfolgt. Leider sahen wir viele (doofe) Touris die nicht verstanden, dass man wilde Tiere auch nicht für Selfies füttern sollte – gemein wie wir sind hofften wir jedes Mal, dass die mind. gekratzt (oder gebissen) werden😳🙈😄. Angekommen am Fuss des Wasserfalls führte ein Steg in den sogenannten „Rachen des Teufels“, man lief dort quasi dem Wasserfall entlang und wurde schön nass plus sah die gewaltige Kraft die der Fall hat an sich vorbei ziehen. Mega! 


Nach dem wir die Wasserfälle fertig ausgekundschaftet und wieder trocken waren, besuchten wir noch den Vogelpark neben an. Ein sehr schön gemachter Park mit exotischen Vögel im riesigen, begehbaren Volieren. Vor allem das Tukan- und das Macauhaus machten uns Freude. Bei den Macaus flogen einem die wunderschönen Aras nur so um die Köpfe. Cool war auch das wir viele Vögel die wir auf der Reise schon gesehen haben nochmals von nahem und in Ruhe bestaunen konnten. Wir können den Vogelpark nur empfehlen, ein super Tag zusammen mit dem Wasserfällen.



Puerto Iguazu (ARG)

Yay – endlich wieder Spanisch sprechende Leute – plötzlich können wir wieder mit den Menschen kommunizieren. 😉

Nach dem Tag den wir uns für die Anreise und einen gemütlichen Nachmittag gegönnt haben, gings auch hier natürlich zu den Wasserfällen. Von der argentinischen Seite kommt man noch näher an die Fälle heran und von Erzählungen anderer her soll diese Seite noch impossanter sein, was zuerst noch schwer vorstellbar ist. Am Parkeingang angekommen stellten wir erfreulicherweise fest, dass hier viel mehr zu Fuss gemacht wird. Also liefen wir los zum ersten Trail, nach wenigen Minuten schon genossen wir wieder eine spektakuläre Sicht. Wir sahen nicht nur die grossen Fälle, sondern liefen auch an mehreren kleineren Wasserfällen vorbei bzw. drüber. Wenn wir nicht gerade die wunderschöne Landschaft bewunderten, versteckten wir uns vor Nasenbären um zwischendurch ein Snack zu essen – unglaublich wie schnell das Pendel von „süüüsssss“ zu „abartig nervige Viecher“ schwingt🙄. Am Nachmittag machten wir uns dann zu dem Teil auf, wo man auf einem Steg über den grössten Wasserfällen gehen kann und den grossen Fall von ganz nah und trotzdem ganz entspannt erlebt. Nach dem wir alle Wanderwege abgelaufen sind, entschieden wir uns noch eine Boottour zu machen: 15min, zuerst fährt man nah an die Fälle für Fotos, danach in die Fälle für die „gratis“ Dusche hinein. Ohne Regenjacke o.ä. sind wir auf’s Boot und machten im ersten Lauf ein paar coole Fotos. Dann gings näher ran, wir dachten uns wir werden einfach vom aufprallenden Wasser etwas nass gespritzt, aber wir wurden schnell eines besseren belehrt. Das Boot fuhr zuerst ca. 2m nah heran – Tshirts und wir waren dort schon pflotschnass – dann gings zum zweiten Wasserfall, wo wir wirklich quasi unter den aufprallenden Fall fuhren. Wir wurden gebadet und hinterliessen eine Spur von Wasser zurück an Land! Ein unvergessliches Erlebnis. Blöderweise hatten wir keine Kleider zum wechseln dabei, also liefen wir völlig durchnässt weiter und hofften, dass die Nachmittagssonne noch genug Kraft hatte uns zu trocknen (Denkste!) 🙈😄💦


Unsere Entscheidung extra zu den Iguazufällen zu fliegen, hat sich definitiv mehr als gelohnt. Selten bekommt man so ein Naturspektakel zu Gesicht – wir waren mehr als nur einmal überwältig ab den wunderschönen und gleichzeitig so gigantischen Wasserfällen. 😍👍

Buenos Aires

Von Puerto Iguazu gings ein letztes Mal auf die Reise innerhalb Südamerikas, letzter Stopp: Buenos Aires – die Hauptstadt Argentiniens.

Als wir am Samstag Mittag ankamen, erlitten wir zuerst mal einen Wetterschock: von strahlendem Sonnenschein und 30C in Iguazu flogen wir (und das noch freiwillig!) in das verregnete und kalte 10 grädige Buenos Aires. Wuhu – oder auch nicht..! Egal, wir sind hart im nehmen, also wurde die Regenjacke und die warmen Kleider montiert und los gings auf Sightseeing-Tour. Am Hauptplatz, dem Plaza de Mayo, war gerade eine riesen Demonstration und die Hälfte des Platzes war abgesperrt. Nicht wirklich das was wir sehen wollten, also wurde aus unserer Sightseeing bald eine „oh-das-Cafe-sieht-nett-aus“ Tour. Es war einfach zu kalt und nass um richtig die Stadt zu erkunden. Dafür gingen wir dann in ein Museum, um dort einen weiteren Fail zu erleben, wir machten die Führung auf Spanisch mit. Nach 5 Minuten schauten wir uns an und gaben zu kaum ein Wort zu verstehen. 🙈 Aus Anstand blieben wir aber trotzdem noch länger uns schleichten uns erst als wir vor Langeweile fast einschliefen davon. Am Abend stand dann das erste Rindssteak auf dem Programm, es war soooo fein und die Flasche Malbec gehörte natürlich dazu. Wir haben uns vorgenommen in den 4 Tagen mindestens dreimal Rindssteak/ -filet zu essen – was wir auch gemacht haben und es war jedes Mal köstlich. 

Glücklicherweise regnete es an den folgenden Tagen keinen Tropfen mehr und das Wetter wurde schöner und wärmer. So konnten wir am Sonntag unter anderem den bekannten San Telmo Markt besuchen, ein Künstler-/ Antiquitäten-/ Schnickschnack-Markt auf dem an jeder Ecke Tango getanzt wird. Wirklich cool! Am Abend stand dann das fussballerische Highlight an, wir gingen an das erste Spiel der Saison von Lanus gegen Boca Juniors. Lanus ist gegenwärtiger Meister und Boca das grösste & bekannteste Team Argentiniens. Leider lassen die Clubs in Argentinien keine Gästefans zu und da das Spiel in Lanus (im Stadion haben nur 30’000 Platz) war, befürchteten wir eine lahme Stimmung anzutreffen. Dem war aber überhaupt nicht so, in der Fankurve war ein Riesenfest über 90 Minuten lang. Es war wirklich ein tolles Erlebnis! Ach ja, Lanus war das klar bessere Team, verschoss zwar einen Penalty, gewann aber trotzdem 1-0.😊 


Die restlichen zwei Tage verbrachten wir hauptsächlich mit Sightseeing. Buenos Aires ist eine wahnsinns Stadt, irgendwie haben sie’s geschafft New York und Paris in eine Stadt zu bringen und vor allem zu harmonisieren. Wir freuen uns jetzt schon eines Tages hierhin zurück zu kehren und das nicht nur wegen dem Wein und fantastischen Rindsfleisch 😉


Fazit Südamerika

Wir haben drei absolut schöne Monate in Südamerika verbracht und einen extrem vielfältigen Kontinent für uns entdeckt. Wir haben so viel tolles hier gesehen und gleichzeitig so viel mehr entdeckt wo wir hier noch sehen möchten. Wir kommen definitiv wieder!! Die Leute sind im Grossen und Ganzen sehr freundlich (in einigen Ländern sicher mehr als in anderen..), die Landschaften sind atemberaubend und die Historie interessant und faszinierend. 

Obwohl wir vor der Reise etwas beunruhigt wegen der Kriminalität waren, hat sich schnell heraus gestellt das meistens mit gesundem Menschenverstand alles gut zu meistern ist. Wir hatten nicht ein schlechtes Erlebnis in den drei Monaten und dies obwohl wir nicht gerade in den sichersten Ländern unterwegs waren. Quintessenz also, alles machbar mit etwas Spanischkenntnissen und XMV (xsunde mensche verstand) 👍

Unsere Top-Fünf Südamerika Highlights:

  1. Machu Picchu: ein unvergesslicher Tag in der Inkastätte
  2. Manu NP: Dschungel, Wildlife – der Hammer
  3. Iguazu: Gigantisches Naturspektakel hoch 10
  4. Cartagena: die wunderhübsche Kolonialstadt an Kolumbiens Karbikküste
  5. Quilotoa Loop: Wandern durch die Anden Ecuadors

Das wars von Südamerika! Wir sind auch mittlerweile nach einer 24h Reise in Australien angekommen. Den 31.August haben wir mit der Datumsgrenze komplett überflogen und verpasst (zum Glück ist Schaltjahr so kommen wir doch noch auf 365 Tage dieses Jahr) und sind nun 7.5h vor Schweizer Zeit. Bis jetzt gefällt es uns sehr gut, Adelaide und Kangaroo Island waren super, doch dazu in ein paar Tagen mehr.

Cheers!