One year ago, when it all started

Genau heute vor einem Jahr stiegen wir um 06:00h morgens ins Flugzeug und machten uns auf den Weg nach Bogotá. Geplant waren mind. acht Monate unterwegs zu sein oder so lange es unser Bankkonto erlaubt. Im Endeffekt waren es ganze elf, plus ein Kontinent mehr als wir geglaubt haben.Jeden Tag haben wir was neues erlebt, entdeckt und Erfahrungen gesammelt, wir möchten keinen Tag davon missen. Wir würden es sofort wieder machen und wer weiss, vielleicht haben wir irgendwann in unserem Leben auch nochmals die Chance dazu – genug zu sehen gibt es allemal noch.

Auch gelernt haben wir vieles, über die Menschen in der Welt, die Zuhause und auch so einiges über uns. Tagtäglich 24 Stunden miteinander zu verbringen war auch für uns etwas neues, doch dies stellte sich bald als unbedenklich heraus. Die Welt gemeinsam zu entdecken war viel zu interessant, Zeit sich zu nerven blieb da nicht viel. Die Zeit, ein weiteres Thema… alle Zeit der Welt hätten wir gehabt und doch nie genug. Der Drang alles zu sehen und erleben war so gross, dass wir oft vergassen uns Zeit für uns zu nehmen, was wir vor allem gegen den Schluss merkten und etwas in die Reisemüdigkeit verfielen. Doch dies ist jammern auf hohem Niveau, denn 95% der Zeit konnten wir unser Glück kaum fassen, dass alles erleben zu können ohne jegliche Art von Zwischenfällen. 

Und als Abschluss hier noch unsere Top Fünf Highlights

  • Peru: Die Anden, Machu Picchu, Colca Canyon, Manu Nationalpark… So viel haben wir gesehen und erlebt in Peru, definitiv unser Liebling von Südamerika und absolut empfehlenswert! Hasta la vista nuevamente!
  • Australien: Dieses Land hat unser Herz mit seinen süssen Koalas im Sturm erobert. Das perfekte Land um herum zu reisen und wir hatten einen super spassigen Roadtrip, unvergesslich! Wir freuen uns schon den Rest irgendwann zu entdecken.
  • Neuseeland: Die atemberaubenden Landschaften, die wunderschönen Küstenabschnitte, die Berge und Vulkane – alles an diesem Land hat uns umgehauen. Man könnte sagen das Highlight der Highlights für uns!
  • Thailand: Hier haben wir eine neue Leidenschaft entdeckt, das Tauchen! Wir haben eine völlig neue Welt kennengelernt in die wir wortwörtlich eingetaucht sind. Unsere Tauchscheine werden uns sicher wieder eines Tages hierher führen.
  • Namibia: Ein toller Abschluss und mit dem Wildlife im Etosha ein absoluter Volltreffer für uns. Im allgemeinen hat das südliche Afrika uns umgehauen – wir kommen wieder!

Sodeli – das wäre es von uns gewesen, hier endet das Abenteuer Weltreise, doch die Welt haben wir noch lange nicht fertig entdeckt. Die Liste mit Länder die wir noch besuchen wollen wird weiterhin nicht kürzer, im Gegenteil es viele reihen sich unten wieder ein😂🌎🌍🌏❤️.

(P.S. Wir sind immernoch auf Stellensuche, wenn uns also jemand einstellen möchte bitte melden😉)

Still a Southern Africa Adventure 

So, ein Weilchen hat das jetzt gedauert mit diesem Beitrag – doch wie die meisten wissen, sind wir mittlerweile wieder zurück in der Schweiz. Seither sind wir viel beschäftigt mit Leute besuchen, Bewerbungen schreiben und im Allgemeinen mit sich wieder einleben, da kommt das Blog schreiben einfach zu kurz. Dafür gibts jetzt doppelt News, denn heute ist auch noch ein kleines Jubiläum.
Weiter geht’s mit unserer Reise von den Victoria Falls nach Kapstadt

Day 12: Nach einer erholsamen Nacht im Hotel, standen heute wieder einige Kilometer auf dem Programm. Unser Ziel, die Namib-Naukluft Wüste, befand sich ein paar hundert Kilometer weiter südlich. Der erste Halt des Tages erreichten wir jedoch schnell, Walvis Bay die zweite grosse Hafenstadt Namibias war nur 30km von Swakopmund entfernt. Wir hielten an der Küstenpromenade an, um die riesigen Flamingo Kolonien zu beobachten – lustige Tiere und nun schon die dritte Art die wir auf dieser Reise sehen. Weiter ging es also durch das Wüstengebiet Namibias bis wir in Sesriem, unserer von Dünen umringten Campsite, ankamen. Wegen der Hitze warteten wir bis zum Abend mit den anstrengenden Dünen-Kletter Aktivitäten. Gut eine Stunde vor Sonnenuntergang fuhren wir zu einer 10km entfernten Düne, die bekannt für die schönen Lichtverhältnisse ist. Unser Guide zeigte auf den Sandhügel und meinte es sieht schwieriger aus als es ist, was wir natürlich nicht glauben konnten 😄. Also liefen wir los und kletterten den ersten Stutz hinauf – alles easypeasy – bis dahinter der nächste Stutz zu sehen war und hinter dem wieder ein und als wir dort ankamen wartete der nächste Aufstieg. Endlos schien diese Düne zu sein und nach über 30min des Kletterns (im Sand bergauf zu gehen ist dann noch mega anstrengend) machten wir es uns auf einem kleinen Hügel gemütlich und tranken zum Sonnenuntergang unseren mitgebrachten Aperitif. Der Abstieg gestaltete sich zum Glück einfacher und wir schafften es pünktlich zum Abendessen zurück ins Camp.

Day 13: Richtig richtig früh ging es heute los – um 04:30h Abfahrt, so dass wir um 05:15h die legendäre (warum auch immer) Dune 45 hinauf klettern und den Sonnenaufgang über der Wüste bewundern konnten. Eine richtige Völkerwanderung inkl. Wartezeiten wegen stauenden, langsam laufenden Leuten. Wir haben es trotzdem durchgezogen, sind bis ganz hinauf geklettert und haben zugesehen wie sich die Farben über der Wüste veränderten. Als das Lichtspektakel vorbei war entschieden wir uns kurzerhand nicht wieder in die Schlange zu stehen und viel zu langsam runter zu laufen, sondern rannten querfeldein die steile Dünenwand hinunter! Ein riesiger Spass – mit viel Gelächter und Sand in den Schuhen waren wir vor allen wieder unten angekommen 🤗. Nach dem Frühstück ging es dann direkt zur nächsten Aktivität weiter, nämlich nach Sossusvlei, der beige gefärbten Salzpfanne. Während der ältere Teil unserer Gruppe entschied den Shuttlebus für den 5km Weg zur Pfanne zu nehmen, liefen wir drei „Jungen“ zusammen mit dem Koch und einem Guide den Weg durch die Wüste. Obwohl es noch nicht mal 09:00h morgens war, heizte die Sonne uns schon ziemlich auf, so sehr, dass das ältere Ehepaar unserer Gruppe nicht mal die fünf Minuten vom Shuttlebus zur eigentlichen Attraktion schaffte. Ja – die Hitze ist definitiv nicht zu unterschätzen in der afrikanischen Wüste. Wir jedoch genossen den Sand unter den Füssen so sehr, dass wir noch schnell eine Düne hinauf kletterten um wieder hinunter zu rennen (das macht einfach mega Spass!). Nach einer längeren Siesta ging es am späten Nachmittag zum Sesriem Canyon – einem kleinen aber feinen Canyon, der momentan kein Wasser führte und wir somit konnten wir durch das Flussbett spazieren, was noch spannend war. Doch irgendwie war die Luft draussen und nach dem frühen Start am Morgen freuten sich alle auf einen gemütlichen Abend, bei gutem Essen von unserem super Koch.

Day 14: Eine lange Fahrt in den Fish River Canyon lag vor uns und so langsam hatten wir alle genug vom Fahren – jäno wir wussten ja vorauf wir uns einliessen. Dafür kamen wir dann an einem super schönen Campingplatz an, welcher mit alten Autos dekoriert war. Das Highlight des Tages war natürlich der Besuch des Fish River Canyons, nach dem Grand Canyon der grösste Canyon der Welt (obwohl, so was hörten wir schon in Peru mal😄). Zuerst gab es am Aussichtspunkt ein paar Fotos, danach liefen wir noch am Canyon Rim entlang bis wir den schönen Sonnenuntergang beobachten konnten. Den Abend liessen wir unter dem schönsten Sternenhimmel ausklingen und hofften das ein Gepard sich ins Camp verirrt, was leider nicht geschah.

Day 15: Heute war ein spezieller Tag, unser letztes Border Crossing auf dieser Reise stand an – der zwanzigste Stempel im Pass, irgendwie speziell. Nach der Einreise in Südafrika standen noch 150km an und dann erreichten wir unser Ziel den Kgalagadi Transfrontier Park. Während das Team die Zelte aufstellte begaben wir uns auf einen Game Drive, ausser Huftieren und Vögel gab es leider nicht sehr viel zu sehen. Immer kann man halt doch kein Glück haben. Doch auch die Herden von Oryx waren schön anzusehen.


Day 16: Natürlich stand am Morgen früh ein weiterer Game Drive an. Die ersten 45 Minuten waren wieder eher langweilig, doch plötzlich rannten uns ein Springbock und Oryx entgegen – sehr, sehr auffällig. Während zwei andere unserer Gruppe irgendwelche Falken beobachten wollten sprach der Guide uns aus der Seele „lasst uns doch zuerst schauen von was die Tiere davon rennen“ JAAAAA, wer interessiert schon einen Vogel wenn offensichtlich was viel besseres um die Ecke warten muss. Und da stand er dann, ein wunderschöner Leopard schlenderte gerade über die Strasse. Kein Wunder waren die zwei Hufer so nervös 😂, wir waren überglücklich und freuten uns richtig die Big Five voll zu haben✅! Das gefleckte Kätzchen nahm sich auch noch Zeit und stand uns für Fotos zur Verfügung als es am Wasserloch einige Meter neben uns trank. Super! Doch das sollte noch nicht das Highlight der Fahrt gewesen sein, denn ca. 10min später kamen wir uns vor, als wären wir im real-life König der Löwen. Auf einem Hügel stand er im perfekten Winkel zur Sonne und Wind, es schien als schrie er, „Schaut mich an – ich bin der König der Tiere“, ja das ist er wahrhaftig. Ein wunderschönes, riesiges Löwenmännchen prahlte mit seiner schwarzen Mähne bis alle Aufmerksamkeit ihm gehörte und er langsam den Hügel hinabschritt. Wir konnten unser Glück mal wieder kaum fassen, soooo ein schönes Erlebnis! Schön parallel zur Strasse lief er ein, zwei Kilometer und alle Tiere die ihm im Weg gewesen wären, rannten ehrfürchtig davon – das muss man gesehen haben. Als ihm die Sonne dann doch zu heiss wurde legte er sich unter einen Baum und gab allen Gaffern (inkl. uns😄) das Zeichen ihn in Ruhe zu lassen. Was wir auch gerne taten und langsam zum Camp zurückkehrten, die Erdmännchen und Dachse waren zwar noch härzig anzusehen, hatten jedoch einen schweren Stand gegen die zwei Grosskatzen von vorhin. Im Camp wartete dafür ein Brunch auf uns und wir waren alle noch etwas geflasht von der super Morgenfahrt. Gespannt warteten wir auf den Nachmittag und unseren letzten Game Drive der Safari. Gemütlich fuhren wir durch den Park, beobachteten eine Straussenfamilie mit etlichen Küken, entdeckten eine Schleiereulenfamilie in einem Baum und sahen zu wie ein Falke genüsslich eine Erdhörnchen verputzte. Interessant wurde es als eine Kap-Kobra auf der Strasse lag und sich zuerst aufbäumte, um dann im Gebüsch zu verschwinden. Wir alle klebten am Fenster und hofften noch einen Blick auf die Schlange zu erhaschen, staunten dann aber nicht schlecht als nach viel Gerüttel plötzlich eine Wildkatze aus dem Busch sprang in dem vorher noch die Kobra war. Afrikanische Zauberkunst war das wohl!! Hahaha! Wahrscheinlich haben wir gerade den Angriff der Katze gestört und die musste sich nach eine überrumpelten Konfrontation im Busch zurückziehen, denn eigentlich gehören die giftigen Kobras zu ihrem Beuteschema und sie sind wie die Mongoose immun gegen das Gift. Ein gelungener Abschluss und Abschied des afrikanischen Wildlife!


Day 17: Nach dem man die halbe Nacht Löwen raunen hörte, schmerzte es noch mehr den Nationalpark hinter uns zu lassen, doch wir hatten leider ein anderes Programm gebucht. Perfekt zum Mittagessen erreichten wir unser Tagesziel, die Augrabies Falls. Diese besuchten wir am Nachmittag dann auch, doch mit den noch präsenten Victoria Falls konnten sie nie und nimmer mithalten. Trotzdem gab es ein paar schöne Fotos und vor allem die Tierchen rund um die Fälle waren lustig zu beobachten. Ein Affe hat es sogar durch einen Fensterspalt in unseren Truck geschafft😆, zuvor hat unser Guide Misheck noch behauptet das er mit ihnen umzugehen weiss, hihi.


Day 18: Heute war hauptsächlich Kilometer spuhlen angesagt – eine eher langweilige und lange Fahrt, wurde dafür mit einem wunderschönen Weingut belohnt. Der Ausblick war sagenhaft schön und das Wine Tasting am Abend ein super. Da es der letzte Tag war, wo unser Koch und Assistent- Guide dabei waren, gab es als krönender Abschluss noch Oryxsteak vom Grill, yummy!


Day 19: Capetown wir kommen! Noch 150km durch Rotbusch Land lagen zwischen uns und der Stadt am Kap. Der berühmte Tafelberg sah man schon früh über der Stadt thronen und so langsam kribbelte es unter den Fingernägeln. Der Weg in die Stadt führte gleich mal am Rande eines Townships vorbei, beeindruckend. Auf dem Weg Tafelberg sahen wir dann wieder prächtige Villen, doch gleichzeitig auch Leute die an der Strasse mit Scheibenputzen ihr Geld versuchten zu verdienen. Unsere erste Mission in Kapstadt war den Tafelberg (den wahrscheinlich ältesten Berg der Welt) zu erklimmen. Doch wir erreichten die Talstation kurz vor Mittag und die Sonne brannte schon ziemlich, daher entschieden wir uns die teure Seilbahn (mit drehender Plattform, natürlich aus der Schweiz) zu nehmen. Oben hatten wir einen super Blick über die Stadt und auch das Kap. Wir entschieden uns noch auf der Tafel sozusagen etwas zu laufen und entdeckten sogar noch eine Schlange im Gebüsch. Danach ging es zurück in die Stadt wo wir im Hotel eincheckten – wir freuten uns soooo auf die eigene Dusche und ein richtiges Bett.


Day 20: Nach dem Frühstücksbuffet ging es zum letzten Mal in den Truck, wir fuhren das Kap ab. Zuerst der Westseite entlang alles runter zum Kap der Guten Hoffnung. Dort konnten wir gut 1.5h einem kleinen Rundweg wandern, wo wir neben Kuhantilopen und Affen Sightings, auch fast vom Wind verblasen wurden. Landschaftlich seeeehr schön war es da. Weiter ging es auf die Ostseite des Kaps wo wir in Simons Town Zuerst einen Stopp am Penguinbeach machten – ja, afrikanische Pinguine gibt es auch und wir haben auch welche gesehen – und dann zu einem feinen Mittagessen direkt am Meer eingeladen wurden. Am späten Nachmittag waren wir zurück in Kapstadt und konnten noch etwas die schöne Waterfront geniessen bevor wir uns zum Abendessen aufmachten. Es war nämlich der letzte Abend unserer Gruppenreise und wir reservierten in einem feinen Steakhouse wo es von Rind bis Springbock alles gab. Sehr fein und ein gelungener Abschluss.


Day 21: Nach dem Frühstück hiess es Abschied nehmen und unsere letzten Tage der gesamten Reise begannen.
Wir hatten nun noch eine Woche rund um Kapstadt übrig bevor es – Surprise – zurück nach Hause ging. Wir genossen das schöne Wetter und besichtigten Kapstadt selber. Eine wunderschöne Stadt mit extrem europäischem Flair. Doch wir wollten nicht nur die schönen Seiten der Stadt sehen, sondern auch was über ihre traurige Vergangenheit lernen. So besuchten wir eines der Townships und sahen wohin die Dunkelhäutigen während der Apartheit verscheucht wurden und vor allem wie sich bis heute die Slums gehalten haben. Traurig – doch wenigstens spürt man wie vieles sich noch im Wandel befindet und wir hoffen, dass sich die Zustände und das Mindset der Südafrikaner -egal, welcher Hautfarbe- verbessern wird.


Zum Schluss entschieden wir uns für ein paar Tage noch die Weingebiete Stellenbosch und Franschhoek zu besuchen. Dafür mieteten wir uns ein Auto und machten unseren letzten Roadtrip für ein Weilchen. Drei Tage lang tranken wir Wein, assen fein und geniessen einfach. 🙃🍷🙃


Dann kam der allerletzte Tag und wir traten nach 11 Monaten die Heimreise an von der niemand was wusste. Einerseits waren wir sehr traurig kam unser Abenteuer zu einem Ende, andererseits freuten wir uns auch auf daheim – vor allem die Gesichter wenn wir plötzlich vor der Türe stehen werden.

Hello Switzerland🇨🇭 – are you still there, where we left you?