Reise-Blog

One year ago, when it all started

Genau heute vor einem Jahr stiegen wir um 06:00h morgens ins Flugzeug und machten uns auf den Weg nach Bogotá. Geplant waren mind. acht Monate unterwegs zu sein oder so lange es unser Bankkonto erlaubt. Im Endeffekt waren es ganze elf, plus ein Kontinent mehr als wir geglaubt haben.Jeden Tag haben wir was neues erlebt, entdeckt und Erfahrungen gesammelt, wir möchten keinen Tag davon missen. Wir würden es sofort wieder machen und wer weiss, vielleicht haben wir irgendwann in unserem Leben auch nochmals die Chance dazu – genug zu sehen gibt es allemal noch.

Auch gelernt haben wir vieles, über die Menschen in der Welt, die Zuhause und auch so einiges über uns. Tagtäglich 24 Stunden miteinander zu verbringen war auch für uns etwas neues, doch dies stellte sich bald als unbedenklich heraus. Die Welt gemeinsam zu entdecken war viel zu interessant, Zeit sich zu nerven blieb da nicht viel. Die Zeit, ein weiteres Thema… alle Zeit der Welt hätten wir gehabt und doch nie genug. Der Drang alles zu sehen und erleben war so gross, dass wir oft vergassen uns Zeit für uns zu nehmen, was wir vor allem gegen den Schluss merkten und etwas in die Reisemüdigkeit verfielen. Doch dies ist jammern auf hohem Niveau, denn 95% der Zeit konnten wir unser Glück kaum fassen, dass alles erleben zu können ohne jegliche Art von Zwischenfällen. 

Und als Abschluss hier noch unsere Top Fünf Highlights

  • Peru: Die Anden, Machu Picchu, Colca Canyon, Manu Nationalpark… So viel haben wir gesehen und erlebt in Peru, definitiv unser Liebling von Südamerika und absolut empfehlenswert! Hasta la vista nuevamente!
  • Australien: Dieses Land hat unser Herz mit seinen süssen Koalas im Sturm erobert. Das perfekte Land um herum zu reisen und wir hatten einen super spassigen Roadtrip, unvergesslich! Wir freuen uns schon den Rest irgendwann zu entdecken.
  • Neuseeland: Die atemberaubenden Landschaften, die wunderschönen Küstenabschnitte, die Berge und Vulkane – alles an diesem Land hat uns umgehauen. Man könnte sagen das Highlight der Highlights für uns!
  • Thailand: Hier haben wir eine neue Leidenschaft entdeckt, das Tauchen! Wir haben eine völlig neue Welt kennengelernt in die wir wortwörtlich eingetaucht sind. Unsere Tauchscheine werden uns sicher wieder eines Tages hierher führen.
  • Namibia: Ein toller Abschluss und mit dem Wildlife im Etosha ein absoluter Volltreffer für uns. Im allgemeinen hat das südliche Afrika uns umgehauen – wir kommen wieder!

Sodeli – das wäre es von uns gewesen, hier endet das Abenteuer Weltreise, doch die Welt haben wir noch lange nicht fertig entdeckt. Die Liste mit Länder die wir noch besuchen wollen wird weiterhin nicht kürzer, im Gegenteil es viele reihen sich unten wieder ein😂🌎🌍🌏❤️.

(P.S. Wir sind immernoch auf Stellensuche, wenn uns also jemand einstellen möchte bitte melden😉)

Still a Southern Africa Adventure 

So, ein Weilchen hat das jetzt gedauert mit diesem Beitrag – doch wie die meisten wissen, sind wir mittlerweile wieder zurück in der Schweiz. Seither sind wir viel beschäftigt mit Leute besuchen, Bewerbungen schreiben und im Allgemeinen mit sich wieder einleben, da kommt das Blog schreiben einfach zu kurz. Dafür gibts jetzt doppelt News, denn heute ist auch noch ein kleines Jubiläum.
Weiter geht’s mit unserer Reise von den Victoria Falls nach Kapstadt

Day 12: Nach einer erholsamen Nacht im Hotel, standen heute wieder einige Kilometer auf dem Programm. Unser Ziel, die Namib-Naukluft Wüste, befand sich ein paar hundert Kilometer weiter südlich. Der erste Halt des Tages erreichten wir jedoch schnell, Walvis Bay die zweite grosse Hafenstadt Namibias war nur 30km von Swakopmund entfernt. Wir hielten an der Küstenpromenade an, um die riesigen Flamingo Kolonien zu beobachten – lustige Tiere und nun schon die dritte Art die wir auf dieser Reise sehen. Weiter ging es also durch das Wüstengebiet Namibias bis wir in Sesriem, unserer von Dünen umringten Campsite, ankamen. Wegen der Hitze warteten wir bis zum Abend mit den anstrengenden Dünen-Kletter Aktivitäten. Gut eine Stunde vor Sonnenuntergang fuhren wir zu einer 10km entfernten Düne, die bekannt für die schönen Lichtverhältnisse ist. Unser Guide zeigte auf den Sandhügel und meinte es sieht schwieriger aus als es ist, was wir natürlich nicht glauben konnten 😄. Also liefen wir los und kletterten den ersten Stutz hinauf – alles easypeasy – bis dahinter der nächste Stutz zu sehen war und hinter dem wieder ein und als wir dort ankamen wartete der nächste Aufstieg. Endlos schien diese Düne zu sein und nach über 30min des Kletterns (im Sand bergauf zu gehen ist dann noch mega anstrengend) machten wir es uns auf einem kleinen Hügel gemütlich und tranken zum Sonnenuntergang unseren mitgebrachten Aperitif. Der Abstieg gestaltete sich zum Glück einfacher und wir schafften es pünktlich zum Abendessen zurück ins Camp.

Day 13: Richtig richtig früh ging es heute los – um 04:30h Abfahrt, so dass wir um 05:15h die legendäre (warum auch immer) Dune 45 hinauf klettern und den Sonnenaufgang über der Wüste bewundern konnten. Eine richtige Völkerwanderung inkl. Wartezeiten wegen stauenden, langsam laufenden Leuten. Wir haben es trotzdem durchgezogen, sind bis ganz hinauf geklettert und haben zugesehen wie sich die Farben über der Wüste veränderten. Als das Lichtspektakel vorbei war entschieden wir uns kurzerhand nicht wieder in die Schlange zu stehen und viel zu langsam runter zu laufen, sondern rannten querfeldein die steile Dünenwand hinunter! Ein riesiger Spass – mit viel Gelächter und Sand in den Schuhen waren wir vor allen wieder unten angekommen 🤗. Nach dem Frühstück ging es dann direkt zur nächsten Aktivität weiter, nämlich nach Sossusvlei, der beige gefärbten Salzpfanne. Während der ältere Teil unserer Gruppe entschied den Shuttlebus für den 5km Weg zur Pfanne zu nehmen, liefen wir drei „Jungen“ zusammen mit dem Koch und einem Guide den Weg durch die Wüste. Obwohl es noch nicht mal 09:00h morgens war, heizte die Sonne uns schon ziemlich auf, so sehr, dass das ältere Ehepaar unserer Gruppe nicht mal die fünf Minuten vom Shuttlebus zur eigentlichen Attraktion schaffte. Ja – die Hitze ist definitiv nicht zu unterschätzen in der afrikanischen Wüste. Wir jedoch genossen den Sand unter den Füssen so sehr, dass wir noch schnell eine Düne hinauf kletterten um wieder hinunter zu rennen (das macht einfach mega Spass!). Nach einer längeren Siesta ging es am späten Nachmittag zum Sesriem Canyon – einem kleinen aber feinen Canyon, der momentan kein Wasser führte und wir somit konnten wir durch das Flussbett spazieren, was noch spannend war. Doch irgendwie war die Luft draussen und nach dem frühen Start am Morgen freuten sich alle auf einen gemütlichen Abend, bei gutem Essen von unserem super Koch.

Day 14: Eine lange Fahrt in den Fish River Canyon lag vor uns und so langsam hatten wir alle genug vom Fahren – jäno wir wussten ja vorauf wir uns einliessen. Dafür kamen wir dann an einem super schönen Campingplatz an, welcher mit alten Autos dekoriert war. Das Highlight des Tages war natürlich der Besuch des Fish River Canyons, nach dem Grand Canyon der grösste Canyon der Welt (obwohl, so was hörten wir schon in Peru mal😄). Zuerst gab es am Aussichtspunkt ein paar Fotos, danach liefen wir noch am Canyon Rim entlang bis wir den schönen Sonnenuntergang beobachten konnten. Den Abend liessen wir unter dem schönsten Sternenhimmel ausklingen und hofften das ein Gepard sich ins Camp verirrt, was leider nicht geschah.

Day 15: Heute war ein spezieller Tag, unser letztes Border Crossing auf dieser Reise stand an – der zwanzigste Stempel im Pass, irgendwie speziell. Nach der Einreise in Südafrika standen noch 150km an und dann erreichten wir unser Ziel den Kgalagadi Transfrontier Park. Während das Team die Zelte aufstellte begaben wir uns auf einen Game Drive, ausser Huftieren und Vögel gab es leider nicht sehr viel zu sehen. Immer kann man halt doch kein Glück haben. Doch auch die Herden von Oryx waren schön anzusehen.


Day 16: Natürlich stand am Morgen früh ein weiterer Game Drive an. Die ersten 45 Minuten waren wieder eher langweilig, doch plötzlich rannten uns ein Springbock und Oryx entgegen – sehr, sehr auffällig. Während zwei andere unserer Gruppe irgendwelche Falken beobachten wollten sprach der Guide uns aus der Seele „lasst uns doch zuerst schauen von was die Tiere davon rennen“ JAAAAA, wer interessiert schon einen Vogel wenn offensichtlich was viel besseres um die Ecke warten muss. Und da stand er dann, ein wunderschöner Leopard schlenderte gerade über die Strasse. Kein Wunder waren die zwei Hufer so nervös 😂, wir waren überglücklich und freuten uns richtig die Big Five voll zu haben✅! Das gefleckte Kätzchen nahm sich auch noch Zeit und stand uns für Fotos zur Verfügung als es am Wasserloch einige Meter neben uns trank. Super! Doch das sollte noch nicht das Highlight der Fahrt gewesen sein, denn ca. 10min später kamen wir uns vor, als wären wir im real-life König der Löwen. Auf einem Hügel stand er im perfekten Winkel zur Sonne und Wind, es schien als schrie er, „Schaut mich an – ich bin der König der Tiere“, ja das ist er wahrhaftig. Ein wunderschönes, riesiges Löwenmännchen prahlte mit seiner schwarzen Mähne bis alle Aufmerksamkeit ihm gehörte und er langsam den Hügel hinabschritt. Wir konnten unser Glück mal wieder kaum fassen, soooo ein schönes Erlebnis! Schön parallel zur Strasse lief er ein, zwei Kilometer und alle Tiere die ihm im Weg gewesen wären, rannten ehrfürchtig davon – das muss man gesehen haben. Als ihm die Sonne dann doch zu heiss wurde legte er sich unter einen Baum und gab allen Gaffern (inkl. uns😄) das Zeichen ihn in Ruhe zu lassen. Was wir auch gerne taten und langsam zum Camp zurückkehrten, die Erdmännchen und Dachse waren zwar noch härzig anzusehen, hatten jedoch einen schweren Stand gegen die zwei Grosskatzen von vorhin. Im Camp wartete dafür ein Brunch auf uns und wir waren alle noch etwas geflasht von der super Morgenfahrt. Gespannt warteten wir auf den Nachmittag und unseren letzten Game Drive der Safari. Gemütlich fuhren wir durch den Park, beobachteten eine Straussenfamilie mit etlichen Küken, entdeckten eine Schleiereulenfamilie in einem Baum und sahen zu wie ein Falke genüsslich eine Erdhörnchen verputzte. Interessant wurde es als eine Kap-Kobra auf der Strasse lag und sich zuerst aufbäumte, um dann im Gebüsch zu verschwinden. Wir alle klebten am Fenster und hofften noch einen Blick auf die Schlange zu erhaschen, staunten dann aber nicht schlecht als nach viel Gerüttel plötzlich eine Wildkatze aus dem Busch sprang in dem vorher noch die Kobra war. Afrikanische Zauberkunst war das wohl!! Hahaha! Wahrscheinlich haben wir gerade den Angriff der Katze gestört und die musste sich nach eine überrumpelten Konfrontation im Busch zurückziehen, denn eigentlich gehören die giftigen Kobras zu ihrem Beuteschema und sie sind wie die Mongoose immun gegen das Gift. Ein gelungener Abschluss und Abschied des afrikanischen Wildlife!


Day 17: Nach dem man die halbe Nacht Löwen raunen hörte, schmerzte es noch mehr den Nationalpark hinter uns zu lassen, doch wir hatten leider ein anderes Programm gebucht. Perfekt zum Mittagessen erreichten wir unser Tagesziel, die Augrabies Falls. Diese besuchten wir am Nachmittag dann auch, doch mit den noch präsenten Victoria Falls konnten sie nie und nimmer mithalten. Trotzdem gab es ein paar schöne Fotos und vor allem die Tierchen rund um die Fälle waren lustig zu beobachten. Ein Affe hat es sogar durch einen Fensterspalt in unseren Truck geschafft😆, zuvor hat unser Guide Misheck noch behauptet das er mit ihnen umzugehen weiss, hihi.


Day 18: Heute war hauptsächlich Kilometer spuhlen angesagt – eine eher langweilige und lange Fahrt, wurde dafür mit einem wunderschönen Weingut belohnt. Der Ausblick war sagenhaft schön und das Wine Tasting am Abend ein super. Da es der letzte Tag war, wo unser Koch und Assistent- Guide dabei waren, gab es als krönender Abschluss noch Oryxsteak vom Grill, yummy!


Day 19: Capetown wir kommen! Noch 150km durch Rotbusch Land lagen zwischen uns und der Stadt am Kap. Der berühmte Tafelberg sah man schon früh über der Stadt thronen und so langsam kribbelte es unter den Fingernägeln. Der Weg in die Stadt führte gleich mal am Rande eines Townships vorbei, beeindruckend. Auf dem Weg Tafelberg sahen wir dann wieder prächtige Villen, doch gleichzeitig auch Leute die an der Strasse mit Scheibenputzen ihr Geld versuchten zu verdienen. Unsere erste Mission in Kapstadt war den Tafelberg (den wahrscheinlich ältesten Berg der Welt) zu erklimmen. Doch wir erreichten die Talstation kurz vor Mittag und die Sonne brannte schon ziemlich, daher entschieden wir uns die teure Seilbahn (mit drehender Plattform, natürlich aus der Schweiz) zu nehmen. Oben hatten wir einen super Blick über die Stadt und auch das Kap. Wir entschieden uns noch auf der Tafel sozusagen etwas zu laufen und entdeckten sogar noch eine Schlange im Gebüsch. Danach ging es zurück in die Stadt wo wir im Hotel eincheckten – wir freuten uns soooo auf die eigene Dusche und ein richtiges Bett.


Day 20: Nach dem Frühstücksbuffet ging es zum letzten Mal in den Truck, wir fuhren das Kap ab. Zuerst der Westseite entlang alles runter zum Kap der Guten Hoffnung. Dort konnten wir gut 1.5h einem kleinen Rundweg wandern, wo wir neben Kuhantilopen und Affen Sightings, auch fast vom Wind verblasen wurden. Landschaftlich seeeehr schön war es da. Weiter ging es auf die Ostseite des Kaps wo wir in Simons Town Zuerst einen Stopp am Penguinbeach machten – ja, afrikanische Pinguine gibt es auch und wir haben auch welche gesehen – und dann zu einem feinen Mittagessen direkt am Meer eingeladen wurden. Am späten Nachmittag waren wir zurück in Kapstadt und konnten noch etwas die schöne Waterfront geniessen bevor wir uns zum Abendessen aufmachten. Es war nämlich der letzte Abend unserer Gruppenreise und wir reservierten in einem feinen Steakhouse wo es von Rind bis Springbock alles gab. Sehr fein und ein gelungener Abschluss.


Day 21: Nach dem Frühstück hiess es Abschied nehmen und unsere letzten Tage der gesamten Reise begannen.
Wir hatten nun noch eine Woche rund um Kapstadt übrig bevor es – Surprise – zurück nach Hause ging. Wir genossen das schöne Wetter und besichtigten Kapstadt selber. Eine wunderschöne Stadt mit extrem europäischem Flair. Doch wir wollten nicht nur die schönen Seiten der Stadt sehen, sondern auch was über ihre traurige Vergangenheit lernen. So besuchten wir eines der Townships und sahen wohin die Dunkelhäutigen während der Apartheit verscheucht wurden und vor allem wie sich bis heute die Slums gehalten haben. Traurig – doch wenigstens spürt man wie vieles sich noch im Wandel befindet und wir hoffen, dass sich die Zustände und das Mindset der Südafrikaner -egal, welcher Hautfarbe- verbessern wird.


Zum Schluss entschieden wir uns für ein paar Tage noch die Weingebiete Stellenbosch und Franschhoek zu besuchen. Dafür mieteten wir uns ein Auto und machten unseren letzten Roadtrip für ein Weilchen. Drei Tage lang tranken wir Wein, assen fein und geniessen einfach. 🙃🍷🙃


Dann kam der allerletzte Tag und wir traten nach 11 Monaten die Heimreise an von der niemand was wusste. Einerseits waren wir sehr traurig kam unser Abenteuer zu einem Ende, andererseits freuten wir uns auch auf daheim – vor allem die Gesichter wenn wir plötzlich vor der Türe stehen werden.

Hello Switzerland🇨🇭 – are you still there, where we left you?

A Southern African Adventure – Part 1

Victoria Falls
Nach dem Besuch in Disneyland für Erwachsene aka Dubai, flogen wir auf dem kompliziertesten Weg möglich, zu den Victoria Falls. Nach einem Tag des Ausruhen und Akklimatisieren, machten wir uns dann auf den Weg zum (einzigen) Highlight dieser Stadt, den Victoria Fällen. Entlang der Grenze von Zimbabwe und Zambia erstrecken sich auf einer Länge von rund 1700m die gigantische Wasserfälle. Wir entschieden uns nur die simbabwische Seite anzuschauen, da dies erstens die Grössere ist, zweitens die Eintrittsgebühren nicht ganz billig sind und drittens wir noch eine bessere Sichtweise für den Nachmittag geplant haben. Angekommen am ersten von 16 Viewpoints waren wir das erste Mal schon überwältigt, eine unglaubliche Wassermenge des Zambezi Flusses donnerte die Schlucht hinab, sehr sehr sehr eindrucksvoll. Wir liefen der gegenüberliegenden Seite des Falls entlang und versuchten trotz des Sprühnebel ein paar gute Bilder zu machen. Bei den „Main Falls“ war der Sprühnebel so stark, dass sich spontane Regenschauer über uns ergossen – wir waren froh um die gemieteten Ponchos, wurden aber trotzdem ziemlich nass. Nach dem wir alles gesehen und genug vom Wasser eingeweicht wurden, verliessen wir den Nationalpark und setzten uns in ein Café mit perfekter Aussicht auf den Zambezi und den weiteren Flussverlauf. Am späten Nachmittag machten wir uns noch zu, Highlight vom Highlight auf – einem Helikopterflug über die Victoria Fälle🤗. Durch den hohen Wasserstand und damit verbundenen Wassermenge, ist es die perfekte Saison um die Fälle aus der Vogelperspektive zu bestaunen. Das wollten wir uns nicht entgehen lassen und liessen uns darum für ein kleines Vermögen die Falls von oben zeigen -> der Hammer! Eine super coole und lohnende Erfahrung, wir würden es sofort wieder tun. 



Let the adventure begin – from Vic Falls to Cape Town in 21 days

Am ersten April (kein Scherz😄!) war es denn soweit, der erste Tag unserer Gruppentour von den Vic Falls via Botswana und Namibia nach Kapstadt ist gekommen. Voller Vorfreude und auf die kommenden Erlebnisse und auch froh mal die Verantwortung des Reisens für ein paar Tage abzuschieben, begaben wir uns in die Lodge wo die Tour starten soll.

Day 1: am Nachmittag trafen wir uns zum ersten Mal mit unserem Guide und dem Rest der Gruppe – zwei Pärchen und zwei Einzelreisenden und alles Dänen, dass wird ja was😄 vom Alter her sind wir die Jüngsten und ein Pärchen mit 75 & 80 die ältesten. Wir wussten schon im Vorfeld, dass viele Afrikatouren eher älteres Publikum anzieht, wir waren aber froh, dass eine der Einzelreisenden in unserem Alter (32) ist und gut Englisch spricht. Nach dem Briefing hatten wir noch eine letzte Nacht in einem richtigen Zimmer mit Bett und Klimaanlage, das sollte vorerst das letzte Mal sein, also genossen wir es nochmal in vollen Zügen.

Day 2: Jetzt geht’s los! Im umgebauten LKW nehmen wir unseren Trip in Angriff, nächster Halt Chobe Nationalpark in Botswana. Kaum angekommen sind wir alle schon das erste Mal froh unsere Zelte nicht selbst aufbauen zu müssen, denn während andere Überlandgruppen-Reisende ihr Nachtlager in der brütenden Sonne am aufstellen sind, essen wir im Schatten zu Mittag🤗. Wir haben eine „fully serviced“ Tour, d.h. die Zelte werden von der Crew auf- und abgebaut und für das Zubereiten der Mahlzeiten ist ein Koch mit dabei, purer Luxus! Am späteren Nachmittag ging es dann auf unseren ersten Game-Drive (also auf eine Safari) in den Nationalpark. Wir mussten nicht lange warten bis der erste Elefant gesichtet wurde, auch Flusspferde, Giraffen, Fischadler, Impalas, Marabus, Warzenschweine, Büffel und etliche Vögel konnten wir beobachten. Die Elefanten waren jedoch klar das Highlight, denn durch das totale Jagdverbot in Chobe, haben die Tiere keine Angst vor den Menschen und kommen den Fahrzeugen extrem nahe. Uns war schnell wieder klar warum wir Safaris so lieben – es ist einfach nur schön! Zurück im Camp wartete das typisch afrikanische z’Nacht schon auf uns Braai mit Pap und Gemüse, übersetzt grilliertes Fleisch mit Maisbrei, unser Koch Sakhile leistete gute Arbeit. 


Day 3: Ein weiterer Tag im Chobe Nationalpark – wir entschieden uns den frühmorgendlichen Game-Drive auch zu machen und waren so zu Sonnenaufgang schon wieder im Park. Der Morgen ist ganz anders als der Abend, die Nachtaktiven Tiere sind noch unterwegs, während die anderen erst langsam aus ihren Verstecken kommen. Eine riesige Büffelherde mit hunderten von Tieren faszinierte uns die längste Zeit, vor allem auch weil wir Löwenspuren in der Nähe entdeckten und hofften einen Angriff mitzuerleben, was aber leider nicht geschah. Auch entdeckten wir einen verspielten Schakal, riesige Eulen und eine Elefantenfamilie mit einem ca. 2 Monate alten Jungtier das gerade gesäugt wurde😍🐘😍 soooo süss! Die Lodge in der wir nächtigten liegt direkt am Chobe River, so dass man direkt von dort aus Flussfahrten unternehmen konnte, was air am Nachmittag auch machten. Ein paar hundert Meter flussaufwärts entdeckten wir schon zwei Krokodile am Flussbett liegen und trauten unseren Augen nicht als ein (mutiges bzw. eventuell auch dummes) Warzenschwein auf ein Krokodil zu lief und direkt daneben Wasser trank. Alle hielten die Luft an und die Kameras bereit, sicher wird das Kroki gleich zu schnappen, doch anscheinend hatte es schon einen vollen Magen oder war einfach faul, denn das Warzenschwein wackelte unversehrt wieder davon 😳😅😄. Ein paar Wasservögel später erspähten wir eine Elefantenherde die sich zum Fluss machte um zu trinken, schön reihten sie sich auf und die Show ging los. Zuerst wurde noch den Durst gestillt, doch bald war ihnen nach einer Abkühlung zumute und sie tauchten in Fluss ab. Wer schon Mal einen Elefanten baden gesehen hat, weiss wie unterhaltsam das sein kann🐘💦🐘. Zu dritt tauchten, drehten und tollten sie herum, einfach herrlich zum mitansehen und selbst der grimmigste Mensch müsste hier ein wenig schmunzeln. Später fuhren wir weiter und trafen zwei Familien von Flusspferde an, während die einen eher scheu waren und abtauchten, waren die anderen schwer mit sich selbst beschäftigt. Ein „fremdes“ Hippo bedrängte ihr Territorium und so konnten wir mehrmals mitansehen wie die zwei Männchen miteinander kämpften – faszinierend und Angst einflössend zugleich. Wir lernten das Flusspferde sehr aggressive Tiere sind und man sie bei einem Aufeinandertreffen nicht einschüchtern sollte, wir würden definitiv nicht in die Nähe seines riesigen Kiefers kommen wollen.

Day 4: Leider wurde es schon Zeit den Chobe Nationalpark zu verlassen und wir fuhren entlang des Caprivi Strips nach Kongola zur Namushasha Lodge in Namibia. Unterwegs hielten wir in verschiedenen Dörfer an und besuchten einen kleinen Handwerks- Markt wo Einheimische ihre selbst gemachten Werke verkauften. Angekommen in der Lodge, die wunderschön an einem Fluss lag, genossen wir hauptsächlich die ruhige Stimmung, guten Kaffee und die schöne Aussicht über das Tal – ein ruhiger Nachmittag nach den eher vollgepackten letzten Tagen. Nach Einbruch der Dunkelheit fingen dann die Hippos an zu grunzen und wir wurden drauf aufmerksam gemacht bei nächtlichen Toilettengängen nicht mit einem der Tiere zusammenzustossen. 

Day 5: Wieder zurück nach Botswana, genauer gesagt ins Okavango Delta fuhren wir heute. Unterwegs wurden noch die Vorräte aufgefüllt und wir hatten super viel Glück Wildhunde bei der Fahrt durch ein Naturreservat zu sichten 🤗 anscheinend eine Seltenheit. Nach dem Mittagessen wechselten wir aufs Speedboot und fuhren gute drei Stunden durch das Delta hindurch, beobachteten Vögel, Krokodile und hofften ein Flusspferd zu erspähen. Angekommen in unserem Lager für die nächsten zwei Nächte, Pepere Island – eine abgelegene Insel ohne Strom und Zivilisation, bezogen wir unsere Zelte. Am Lagerfeuer assen wir zu Abend, genossen den klaren Sternenhimmel und hofften darauf einen Elefant durch unser Camp trampeln zu sehen. 

Day 6: Kurz vor Sonnenaufgang fing unser Tagesprogramm heute schon an. Auf Mokoros (aus Baumstämmen geschnitzte Kanus, die die Einheimischen zu Transportzwecken im Delta Sumpf verwendeten) fuhren wir durch den teils dichten Sumpf zu einer anderen Insel im Delta. Dort spazierten wir auf unserem Bush-Walk durch das hohe Grass und lernten viel über die Flora und Fauna im Delta von unserem Guide ‚Frog‘. Ein spannender, aber auch anstrengender Spaziergang, denn die Sonne liess uns ihre Stärke schon früh spüren (danach hatten wir auch einen knallroten Krebs 🦀 in der Gruppe -tja die Schwachen nimmt’s😄) und nach gut 3h fuhren wir wieder auf den Mokoros ins Lager zurück. Nach einer Siesta, die wir mit Frog beim Karten spielen im Austausch von spannenden Geschichten über Wildlife- Begegnungen verbrachten, nahmen wir nach einer kurzen Botswana- Geschichtslektion und einem weiteren kurzen Spaziergang das Boot, um auf dem Fluss den Sonnenuntergang zu bestaunen, Bilderbuch-mässig! 


Day 7: Da der einzige Weg ins Delta über die Flussausläufer führt, mussten wir um zurück zum Truck zu kommen wieder 3 Stunden Schiffli fahren. Den Nachmittag verbrachten wir hauptsächlich auf der Strasse, Kilometer spuhlen war angesagt. Als wir am frühen Abend in Rundu (wieder Namibia) ankamen, waren wir alle müde und gönnten uns dafür Cocktails in der am Fluss gelegenen Lodge.

Day 8: Um 07:00h waren wir schon wieder on the road, denn unser heutiges Ziel war noch einige Kilometer entfernt – der Etosha Nationalpark. Kaum haben wir das Tor zum Park passiert, konnten wir schon Impalas, Springböcke, Giraffen und einen Elefanten an einem Wasserloch beobachten. In der Namutoni Lodge machten wir uns dann ans Wäsche waschen während die Crew das Camp aufstellte. Waschmaschinen gab es keine, also blieb uns nichts anders übrig als von Hand zu waschen, ein traumatisches Erlebnis für Adrian, die Tiere im ganzen Park haben ihn wohl jammern hören😉😆. Nach getaner Arbeit stand unser Nachmittags Game-Drive an. Zuerst wartete eine Herde von Springböcken vor den Toren der Lodge, fünf Minuten später eine kleine Herde von den endemischen Schwarzgesicht-Impalas, zwei Kudus erfrischten sich am Wasserloch und ein Schakal streifte übers Feld. Danach bekamen wir dann die ersten Zebras zu Gesicht und merkten bald das nebst hunderten von Zebras, Impalas, Oryx und Springböcken auch dutzende Giraffen sich auf einen Abendspaziergang begaben – soooo schöne und majestätische Tiere. Nach dem wir von nah und fern Fotos der Tiere gemacht hatten, schlug unser Tourguide vor noch zu einem etwas weiter entfernten Wasserloch zu fahren. Eine gute Entscheidung, denn eine Herde von Gnus graste auf der Wiese, jedoch wirkten sie fast etwas eingeschüchtert, wir merkten auch schnell warum – zwei Löwen tranken am Wasserloch! LÖWEN YEAH🦁🦁🦁🦁🦁🦁! Ein Männchen und Weibchen sassen ganz gemütlich am Wasser und liessen sich von nichts und niemandem stören – perfekt! Wir waren erst das zweite Fahrzeug, die Tiere konnten noch nicht lange da gewesen sein, sonst wären weit mehr Jeeps schon hier. Wir konnten fast 30 Minuten lang praktisch alleine ihnen zu schauen wie sie sich satt tranken, das Männchen das Weibchen nervte und dafür eine Pranke absahnte und sie ihn dafür alleine sitzen liess😄. Nach dem sich wohl langsam rum gesprochen hatte wo die Löwen sind, sind wir weiter gefahren und haben nochmals die Wasserlöcher abgecheckt. Tatsächlich hatten wir nochmals Glück, dieses Mal sahen wir ein Breitmaul- Nashorn ca 100m von uns über das Grasland trotten. Es schien, dass alle die Löwen sehen wollten und niemand sonst das Nashorn erspähte🤗, so hatten wir wieder die Zeit in Ruhe das Tier in der Ferne zu beobachten – eine gelungene Ausfahrt! Die Hälfte der Gruppe (inklusive uns natürlich) entschied sich noch einen Nacht Game-Drive zu buchen, wo wir nur mithilfe von Rotlicht die Tiere erspähen konnten. Es standen natürlich vor allem die nachtaktiven Tiere im Fokus. Los ging es mit ein paar schlafenden Zebras und Giraffen, danach folgten zwei Springhasen und kurz darauf noch zwei Löffelhunde. Wenig später reflektierte das rote Licht ein Augenpaar, welches nicht blinzelte – jawohl eine Hyäne lief direkt auf uns zu und nur wenige Meter neben dem Jeep vorbei. Vor der Fahrt sagten wir noch, wir würden gerne eine Hyäne und Leoparden sehen – Hyäne check ✅. Beim selben Wasserloch wo am frühen Abend noch das Löwenpaar sass, trank nun ein Spitzmaul-Nashorn (aka Black Rhino, das massiv vom Aussterben bedrohte Nashorn). Schade konnte man in der Dunkelheit nur schlecht fotografieren – wir konnten unser Glück kaum fassen nochmals ein Nashorn zu sichten. Doch es kommt noch besser, 10 Minuten später an einem kleinen Hügel sahen wir wie zwei weitere Nashörner in den Busch rannten! Heieieiiii hatten wir einen Lauf heute. Denn später lief nochmals eine Hyäne sehr nah an unserem Fahrzeug vorbei, alle Arme und Beine wurde voraussichtlich im Fahrzeug gehalten, doch das Tier interessierte sich nicht allzu gross für uns. Langsam wurde es Zeit zurück zukehren, über einen kleinen Umweg fuhren wir zurück zur Lodge. Genau in dem Moment als Nicole sagen wollte „das war’s wohl für heute“ sahen wir sie, ein Rudel von 5 Löwen ruhte sich direkt am Strassenrand aus! Dieser Tag durfte nie mehr enden, solch ein Glück hat man nicht zweimal 😁. Eine der Löwendamen war nur gerade mal 3m von uns entfernt, völlig unbeeindruckt dösten die Katzen weiter. Was für ein perfektes Ende von einem perfekten Tag, das Wäsche waschen hat Glück gebracht.


Day 9: Der zweite Tag in Etosha stand an. Früh morgens machten wir uns auf um den Park zu durchqueren und dabei das ein oder andere Tierchen zu sichten. Los ging es mit dem üblichen Wildlife, dass man halt so sieht auf Safari Giraffen, Zebras, Springböcke und Löwen 🦁🤗. Jap schon wieder! Eine Löwin lauerte einer Herde Zebras auf, den Rest vom Rudel lauerte wohl irgendwo in der Nähe. Leider griffen sie in der Zeit als wir da waren jedoch nicht an. Danach fuhren wir weiter, um entlang der 4760km2 grossen Salzpfanne noch mehr Tiere zu sichten. Ausser ein paar Sträussen, Kuhantilopen, Gnus und Adler gab es aber nicht sehr viel zu sehen. Angekommen in Okaukuejo schlugen wir unser Camp auf und entspannten bevor es am späten Nachmittag nochmals auf einen Game-Drive ging. Dieses Mal hatten wir nicht sooo Glück, wegen des aufkommenden Regens suchten wohl auch die meisten Tiere Unterschlupf. Doch ein Nashorn und zwei brutal kämpfende Gnus gab es trotzdem für uns zu sehen. So gingen unsere zwei Tage Etosha zu Ende und wir wären am liebsten noch länger geblieben ☺️. 


Day 10: Einige Kilometer standen heute auf dem Programm, durch das namibische Wüstenland fuhren wir den weiten Weg nach Spitzkoppe. Mitten in der Wüste ragte eine beeindruckende Felsformation aus der Landschaft heraus, die es locker mit dem Uluru in Australien aufnehmen kann. Zuerst dachten wir, dass wir die Nacht in einem Buschcamp verbringen würden, doch ein nigel-nagelneuer Container mit Toiletten und Duschen stand glücklicherweise auf dem Campingplatz. Umgeben von Felsen und sonst nichts wurde unser Nachtlager aufgestellt und wir begaben uns auf eine kleine Wanderung durch die Felslandschaft. Nebst 2000 Jahre alten Wandmalereien machte uns unser Guide auch mit der Sprache der Herero bekannt die mehrere Klicks enthält. So heisst das gleiche Wort je nach beginnenden Klickton Elefant, Katze oder Löffel – ein feiner aber nicht so kleiner Unterschied also😄. Zum Schluss beobachteten wir die Farben der Landschaft sich im Sonnenuntergang änderte und beendeten den Tag mit einer klaren Vollmondnacht. 


Day 11: Swakopmund die deutsch dominierte Hafenstadt, wartete mit einem Hotelzimmer auf uns. Endlich wieder mal ein richtiges Bett und eigene Dusche. Durch das wir relativ viel los immer hatten und die Delfintour schon früh morgens startete, entschieden wir uns einen faulen Tag einzulegen. Das Städtchen erkundeten wir jedoch trotzdem bei einem Spaziergang und das erste Mal seit wir die Schweiz verlassen haben, hörten wir die Leute überall deutsch sprechen. Als ehemalige Kolonie Deutschlands ist Namibia ziemlich Deutsch geprägt und viele Auswanderer kommen noch heute nach Namibia. Hier in Swakopmund haben wir wohl das Ballungszentrum gefunden, man hätte kaum glauben können in Afrika zu sein. Da unser Koch seinen freien Tag hatte, ging es zum Abendessen in ein schickes Resti an der Wasserfront. Eine perfekte Location um auf die erste Hälfte der Tour anzustossen.

So das wärs für jetzt. Die zweite Hälfte des Trips folgt vermutlich je nach Internetverbindung in ein paar Tagen😉

Teatime in Sri Lanka

Nach dem Grossstadt-Tummel in Kuala Lumpur – den wir beim Shoppen & Sightseeing extrem genossen haben – sind wir in Sri Lankas Hauptstadt Colombo angekommen. Nach einer kurzen Nacht machten wir uns am Morgen auf, um die Stadt zu besichtigen. Leider stellten wir ziemlich schnell fest, dass Colombo nichts besonders ist und wir froh waren am nächsten Tag gleich weiter zu reisen. Nach drei Stunden Zugfahrt der Küste entlang (zwei davon stehend im überfüllten Zug), kamen wir in Unawatuna an. Leider hatte es kurz vor unserer Ankunft geregnet, so dass der Strand nicht wirklich eine Option für den angefangenen Nachmittag war. So machten wir uns halt über die regionalen Aktivitäten schlau und holten im Reiseführer lesen auf. Zum Abendessen ging es dann trotzdem an den Strand und bei trockenem Wetter konnten wir mit den Füssen im Sand mal wieder einen Burger verdrücken. 😅 Für den nächsten Tag war ein Ausflug ins nahe gelegene Galle auf dem Programm, das härzige Festungsstädtchen, dass noch von den Holländern gebaut wurde, verzauberte uns mit seinem Charme. Einen netten Tag verbrachten wir hier im Fort. Für den nächsten Morgen bereitenden wir uns auf eine in letzter Zeit zu kurz gekommene neue Leidenschaft vor – das Tauchen! Zwei Tauchgänge standen an, zuerst zu einem Wrack und nachmittags zu einem Unterwasserfelsen. Schön war es, wieder einmal unter Wasser zu sein und gesehen haben wir nebst dem tollen Wrack ein paar Rochen, Baby-Moräne, Oktopus und viele bunte Fische. 🐙🦀🐟🐡🐠


Als am nächsten Morgen die Sonne immer noch schien, entschlossen wir uns ganz spontan einen Strandtag einzulegen bevor wir mit einem Tag Verspätung quasi nach Weligama zum surfen aufbrachen. Kaum sind wir im Surferort angekommen, schon standen wir (oder eher probierten) auf dem Brett🏄🏻🏄🏽‍♀️. Den ganzen Nachmittag versuchten wir uns beim Wellenreiten und machten nur Pause um zu duschen, Rice & Curry zu essen, schlafen und dann frühmorgens gleich wieder aufs Brett zu gehen. Bis zum Mittag hatten wir dann aber genug Salzwasser geschluckt und den Meeresspiegel um gefühlte 3cm herab gesetzt, so dass wir ins 5km entfernte Mirissa weiter fuhren. Mirissa ist ein schon ziemlich touristischer Strand- und Ferienort, in dem man locker einige Tage verbringen könnte. Wir entschieden uns für zwei Nächte und buchten gleich für den nächsten Morgen eine Whale-Watching Tour. Um 06:00h ging es los, die Suche nach dem grössten Tier dieser Erde, auf dem Trimaran schipperten wir gut 90 Minuten hinaus ins offene Meer bis wir den ersten Blauwal zu sehen bekamen. WOW 🐋, den obwohl wir nur den oberen Teil des Meeressäuger sahen, konnte man schnell und gut die gewaltige Grösse des Wals erkennen. Nach etwa 2 Minuten an der Oberfläche tauchte er wieder ab und das Schiff stellte sich darauf ein ihn eine Viertelstunde später (so lange tauchen Blauwale in der Regel ab) wieder zu sehen. Nicole nutzte die Gunst der Stunde um schnell das Bad aufzusuchen, kaum drin klopfte ein Bootboy „Miss please make it fast, there is another whale“, und tatsächlich erschien nur wenige Minuten nach dem abtauchen des ersten Wals ein zweiter Blauwal an ähnlicher Stelle. Was für ein Glück wir wieder hatten! So konnten wir gut eine Stunde lang im 15 Minuten Takt gleich zwei der grössten Tiere auf dem Planeten im kleinen Umkreis beobachten 🤗. Wir waren überglücklich, nicht nur wegen der Sichtung an sich, sondern auch den richtigen Veranstalter gewählt zu haben, den viele der Schiffe jagen den Walen mittels Sonargeräten nach und z.T. lauern dann anscheinend 20 Boote um einen Wal. Wir jedoch waren das einzige Boot weit und breit, zu dem nutzt die Crew keine Sonargeräte sondern verlässt sich auf ihre Erfahrung. Anyway, auf der Rückfahrt konnten wir dann auch noch verschiedene Delfine und eine Meeresschildkröte sichten, ein absolut gelungener Ausflug! Den Nachmittag liessen wir am Strand ausklingen und genossen die (teils gefährlich) hohen Wellen im Meer, wie kleine Kinder😄. 


 Nach den entspannten letzten Tagen fuhren wir per Bus (Busfahren ist hier meeeega günstig, dafür fahren sie wie die grössten Vollidioten) weiter nach Tangalle wo wir – Überraschung – nochmals ein Strandtag einlegten, hihi, das Strandleben hat uns gepackt… Doch das sollte vorläufig der letzte sein, den von hier aus ging es weiter nach Tissamaharama, so dass wir den Yala Nationalpark besuchen konnten. Nach dem wir ein nettes Guesthouse gefunden hatten und hausgemachtes Rice & Curry für das z’Nacht bestellt hatten, machten wir uns schlau um den passenden Safari Anbieter zu finden. Gesagt – getan, um 04:30h sassen wir am nächsten Morgen auf dem Jeep und fuhren zum Eingangstor des Nationalparks. Während wir auf die Öffnung warteten reihten sich etliche Jeeps hinter uns auf, wir waren froh früh los und so einer der ersten zu sein. Dann ging es los und die Jagd, denn so kam es uns vor, nach dem Leopard war eröffnet. Nach gut 20min dann kam der Anruf und unser crazy Fahrer brauste ohne Rücksicht auf Verluste los, fünf Minuten später standen wir (und etwa 10 andere Jeeps) vor einem Baum wo in den Ästen ein Leopard sich ausruhte (so gut dies bei dem Auflauf wohl ging). Überglücklich probierten wir ein paar gute Fotos zu machen und freuten uns über unser Glück so schnell die wunderschöne Grosskatze zu erspähen. Als es dem Tier dann zu viel wurde, der Trubel um ihn war auch uns etwas too much, kletterte er vom Baum, überquerte genau vor uns die Strasse und verschwand zwischen den Bäumen in den geschützten Dschungel 🐆😍🐆. Jippie, endlich hat es geklappt und wir haben eine Grosskatze gesehen (man erinnere sich – im Amazonas haben wir vergeblich nach dem Jaguar und in Laos nach dem Tiger gesucht), die Safari hat sich schon gelohnt! Im weiteren Verlauf des Morgens fuhren wir noch weiter durch den Park, erspähten nebst vielen Pfauen und Wasserbüffeln auch Elefanten und Krokodile, die zwei Wildlife Suchtis waren zufrieden mit der Ausbeute😁. 


Mit immer noch breitem Grinsen im Gesicht fuhren wir am folgenden Morgen per Tuk Tuk und Bus Kombi ins Hochland nach Ella. Umgeben von Teeplantagen und Bergen genossen wir gleich mal die etwas kühleren Temperaturen von nur noch ca 25C. Durch das, dass wir schon früh Ella erreicht hatten, konnten wir den Nachmittag glich nutzen um den Little Adam’s Peak zu besteigen. Circa eine Stunde führt ein steiler Weg durch die Teeplantagen auf den Gipfel des kleinen Bergs und wir wurden mit einer schönen Aussicht belohnt. Auf dem Rückweg machten wir einen kleinen Umweg und besuchten noch eine Teefabrik in der wir nebst einer (schlechten) Führung ein Tässchen Tee erhielten und auch gleich kauften. Wieder früh los ging es am nächsten Morgen, denn die Wanderung zum Ella Rock stand an. Was als sehr schöne Wanderung entlang der Zugstrecke anfing, dann durch Teeplantagen führte und endete mit einem steilen Aufstieg durch einen Pinienwald am Ella Rock mit prächtiger Aussicht. Kurz vor Mittag waren wir wieder zurück in der Unterkunft und liessen am Nachmittag etwas die Seele baumeln, denn am folgenden Morgen war wieder volles Programm angesagt. Mit dem 06:30h Zug fuhren wir eine Stunde lang durch die entzückende Teelandschaft um in Haputale zur ersten Lipton Teefabrik zu gelangen. Von dort aus führte ein 8km langer steiler Weg zum Lipton’s Seat, ein Aussichtspunkt an einer steilen Klippe hoch über den Teeplantagen. Mit drei weiteren Wanderern fingen wir an zu laufen und die auf einer Karte eingezeichnete Abkürzung durch die steile Plantage nehmen. Nach einem halbstündigen sehr steilen Aufstieg merkten wir, dass kein Weg weiter führt und mussten wieder kehrt machen😕. Doppelt nervig, dass mittlerweile Wolkenfelder aufzogen und wir zu sehen konnten wie unser Ziel vom Nebel eingenommen wurde und die Aussicht flöten ging. Mit viel Verspätung schafften wir es dann doch hinauf zum Lipton’s Seat und sahen anstatt der Aussicht bis zur Küste tatsächlich nur eine Wolkenwand😒. Egal, der Weg durch die wunderschöne Plantage hat sich allemal gelohnt und für einmal war halt wirklich nur der Weg das Ziel. Zurück bei der Teefabrik liessen wir uns eine Besichtigung nicht nehmen und schmunzelten etwas als uns der „moderne“ Prozess gezeigt wurde, denn die Fabrik sieht aus als hätte seit 1890, als Thomas Lipton die Fabrik errichten liess, sich nichts verändert.


Nach drei Tagen mit viel Bewegung, stand ein Tag im Zug an – von Ella nach Kandy ging es per Bahn 7 Stunden durch Sri Lanka’s Hochland, eine sehr schöne Zugfahrt! Kaum sind wir aus dem Zug gestiegen fing es an zu regnen und zwar so richtig, die Strassen wurden innerhalb von wenigen Minuten überflutet und die Tuk Tuk Fahrt ins Guesthouse war nicht ganz so lustig wie sonst. Zum Abend hin hörte es glücklicherweise wieder auf und wir konnten im Trockenen zum Restaurant laufen. Am nächsten Tag stand der Zahntempel und die Stadt Kandy auf dem Programm, die Besichtigung des Tempels war sehr interessant da viele Pilger die Stätte besuchten und ihre Opfergaben niederlegten. Doch haben wir auf unserer Reise schon viele Tempel gesehen und dieser würde es nicht in unsere Top 10 schaffen. Den Nachmittag verbrachten wir (in der brütenden Hitze) im Städtchen und am schönen See von Kandy und zum Z’Nacht gab es wieder unser geliebtes Kotthu😋. 


Schon vor 10 Monaten als wir mit unserer Reise begonnen hatten, wollten wir eine Rafting Tour machen, doch nie hat es geklappt – entweder hatten wir zu viel oder zu wenig Wasser. Jetzt hatten wir endlich mal die Möglichkeit und die nutzten wir auch. Mit Hilfe der super hilfsbereiten Guesthouse Besitzer konnten wir ein Fahrer und Tour organisieren, so dass wir quasi nur noch einsteigen mussten. Das Rafting in Kitulgala war lustig, jedoch eher harmlos, da es in diesem Teil des Landes schon länger nicht mehr geregnet hatte (also irgendwie doch wieder den falschen Wasserstand erwischt) – egal es war trotzdem ein lustiger Vormittag und wer weiss, vielleicht bietet sich sonst noch Mal die Gelegenheit. Zurück in Kandy schnappten wir uns den nächsten Bus ins Kulturdreieck Sri Lankas, genauer gesagt nach Sigiriya. Dort bestiegen wir am nächsten Morgen früh den Sigiriya Rock – ein riesiger Felsen mitten im Flachland, der in der Antike wahrscheinlich als Königspalast diente. Obwohl wir vor 08:00h morgens los sind, war schon extrem viel los im archäologischen Park und die (von uns nicht erwarteten) Touristen-Busse reihten sich langsam auf. Das heisst der steile Aufstieg war bis zur mittleren Plattform (viele der vor allem asiatischen Touris klettern nicht ganz nach oben) vor allem viel Stau stehen😟, nicht gerade was wir uns vorgestellt hatten. Egal, wir wollten trotzdem bis zum Gipfel und dort war es wirklich schon viel ruhiger. Nebst sehr gut erhaltenen Ruinen (wie sind die vor über 1000 Jahren nur dort hoch gekommen?!), war natürlich auch die Aussicht grosse Klasse. Als es uns langsam zu heiss wurde, liefen wir die ganzen Stufen wieder hinab und schauten uns die Stätte rund um den Rock noch an. Nachmittags wollten wir eigentlich noch einen kleineren Hügel in der Nähe besteigen, um Sonnenuntergangsbilder mit dem Sigiriya Rock machen zu können, doch es war uns einfach zu heiss für einen weiteren Aufstieg, also liessen wir es sein. 


Ein weiterer Ort im Kulturdreieck ist Anuradhapura, wo wir per Bus in nur gerade 2h ankamen. Wieder liess uns die Sonne ihre Kraft spüren, wir waren froh um die Klimaanlage im Zimmer und verschoben unsere Tempeltour um ein paar Stunden. Am kühleren Abend besuchten wir den grössten Tempel der Stadt und konnten die in weiss gekleideten Pilger beobachten, die zum Gebet und Opfergabe (meist Blumen oder Essen) herbeiströmten. Sehr imposant und eine vor allem schön mit anzusehende Zeremonie, man könnte sagen wir hatten fast schon einen spirituellen Moment☺️. Mit dem Velo machten wir uns am nächsten Morgen auf, um die Ruinen der verschiedenen Tempelstätte rund um und in Anuradhapura zu besichtigen. Die Stadt war lange Zeit eine der Hauptstätte des alten Ceylons und soll zu jener Zeit auch zu den grössten Städten Asiens gehört haben. Viele der Ruinen sahen wir uns mehr im vorbeifahren an, wir merkten schnell, dass wir uns langsam an Ruinen und Tempel satt gesehen haben, dementsprechend liess unsere Motivation etwas zu wünschen übrig 🙈😅. Alles in allem hatten wir trotzdem ein paar schöne Stunden auf dem Velo, wobei unser Highlight nicht die Ruine, sondern eher die Affen überall und die Bäume voller schlafenden Flughunde war, hihi. 


Nachmittags stiegen wir mal wieder in einen Bus und fuhren zurück zur Küste, dieses Mal die westliche, genauer gesagt nach Kalpitiya. Ein ruhiges Fleckchen, perfekt um auszuspannen und eigentlich auch zum Tauchen, doch leider war am nächsten Morgen der Wind so stark das unser Tauchgang abgesagt wurde und auch das alternative Dolphin-Watching nicht stattfinden konnte. Jäno, nur halb so schlimm, ein Tag auf der faulen Haut rumliegen war auch ganz angenehm 😄. Dafür gab es am folgenden Tag um 03:30h keine Ausreden, als wir zusammen mit drei anderen von der Unterkunft in den Wilpattu Nationalpark fuhren, um nochmals eine Jeep Safari zu machen. Es sei gleich gesagt, das Geisser Glück lässt nach, denn den Leopard verpassten wir um wenige Minuten😔 die zwei Jeeps vor uns fuhren als wir zur Stelle kamen gerade weiter, da sich das Kätzchen verzogen hatte. Dafür sahen wir sonst viele der kleineren Tiere, die eigentlich sonst zu wenig Aufmerksamkeit bekommen, weil alle nur die „grossen“ Tiere sehe möchten. Wir waren jedenfalls nicht allzu unglücklich, denn Safari-technisch haben wir uns sowieso noch was grösseres vorgenommen, but first things first… Nächstes und letztes Ziel in Sri Lanka war Negombo, hier verbrachten wir unsere letztem drei Nächte. Einen Tag widmeten wir dem Tauchen, dieses Mal klappte alles und wir konnten zwei schöne Tauchgänge im indischen Ozean unserem Logbuch hinzufügen 🐠🐟🐡🦀. Ansonsten besorgten wir uns noch die letzten Souvenirs, assen nochmals so viel wie möglich von der köstlichen sri-lankischen Küche und genossen die Sonne. 


So ging der Monat in Sri Lanka zu Ende und wir freuen uns dieses schöne Land kennengelernt zu haben. Landschaftlich wirklich ein kleiner Juwel und noch nicht wirklich überlaufen, menschlich hätten wir noch einige Verbesserungsvorschläge für die Männerwelt, doch insgesamt haben wir meist nur freundliche Einheimische kennengelernt. Wer weiss, vielleicht kommen wir in ein paar Jahren wieder, empfehlen können wir es jedenfalls! 

So und jetzt fragt sich der ein oder andere vielleicht wo es als nächstes hin geht… Also momentan geniessen wir gerade einen vier Tage Stopover in Dubai und dann geht es weiter *trommelwirbel* nach Afrika! Jap genau, heim kommen steht noch nicht auf der Agenda 😆 wir fliegen zu den Victoria Falls in Simbabwe und werden von dort aus an einer Tour durch Botswana und Namibia teilnehmen und auch Südafrika steht noch auf dem Plan! Wir freuen uns schon meeeeeega! 🦁🦁🦁🐃🐆🐆🐃🐆🐘🐘🐘

Don’t let the sun go down in Myanmar

Da sind wir nun, endlich angekommen in Myanmar (Burma). Als wir vor etwas mehr als 2 Jahren uns das erste Mal über das Projekt Weltreise unterhielten, war eines ziemlich schnell klar – Myanmar ist ein Muss. Dazumal war das Land gerade im Aufruhr, der Opposition (mit ihrer Friedenskämpferin Aung San Suu Kyi) war zum ersten Mal nach 50 Jahren der Militärdiktatur wieder ein Teil der Regierung überlassen worden. Das Militär zog sich langsam zurück und das Land öffnete sich ganz offiziell auch dem Tourismus. Anfang 2016 wurde die gesamte Macht übergeben und Myanmar ist wieder eine richtige Demokratie – auf jedenfall auf dem Papier, mehr dazu später. Politisch hielt uns also nichts mehr auf Myanmar fest in die Planung aufzunehmen und auch sonst hörten wir nur Gutes darüber – unser persönliches Asien Highlight war geboren.😄 

In Yangon ging es los und erstmals kam die Ernüchterung – eine weitere Grossstadt und keine besonders schöne. Als wir uns zwischen den vielen Leuten und dem mega Verkehr inkl. rechtsgesteuerten Autos im Rechtsverkehr (!!!) einen Weg durch die Strassen bahnten, merkten wir schnell, dass unsere Erwartungen von den malerischen Landschaftsfotos getäuscht wurde. Wir befanden uns mitten in einer lärmigen Stadt, voller Leute, Dreck und keinen Platz für Fussgänger. Nach kurzem Akklimatisieren besannen wir uns wieder und spazierten durch die Innenstadt von Yangon. Der Tag zog relativ schnell an uns vorbei, wir besuchten den Hauptplatz/ Park, liefen einmal quer durch die Stadt zu einer Pagoda mit begehbarer Stupa und wieder zurück durch etliche Gassen die allesamt einzigartig und doch gleich aussahen. Der nächste Tag begann an einem Textilienmarkt und der Nachmittag verbrachten wir in der eindrücklichen und wichtigsten Pagoda des Landes, der Shwedagon Paya Pagoda. Ihre riesige goldene Stupa ist schon von weitem sichtbar und in der Tempelanlage befinden sich mehrere kleine Tempel und Gebetsstätte, viele sind mit Gold, Silver und Edelsteinen verziert, der Besuch lohnte sich wirklich. 


Nach unserem Abendessen im KFC (🙈darf auch mal sein) wurde es langsam Zeit die Rucksäcke zu holen und zum Busbahnhof aufzubrechen. Per Nachtbus ging es weiter nach Bagan, wo wir morgens um 05:30h ankamen. Auf der Dachterrasse des Hotels konnten wir beim Frühstück (das sich eher wie ein Mitternachtssnack anfühlte) etliche Heissluftballons beobachten, die für den Sonnenaufgang über Bagan hinweg stiegen. Anstatt die frühen Stunden zu nutzen verkrochen wir uns wieder im Bett😂 und erkundeten die erst ein paar Stunden später die nahe Umgebung. Bald merkten wir, dass um nach Alt-Bagan und den Tempelruinen zu kommen, ein fahrbarer Untersatz hilfreich wäre. Also mieteten wir am nächsten Tag ein Elektroroller, fuhren von Ruine zu Ruine und staunten darüber wie oft die auseinander fallenden Bauwerke noch als Tempel genutzt werden. Insgesamt ein sehr schöner Tag mit vielen beeindruckenden alten Tempeln, die uns einen guten Eindruck von einem vergangenem Königreich gaben. Den spektakulären Sonnenuntergang genossen wir auf einem Tempel und beobachteten wie die Tempelebene in der Nacht verschwand.



Früh los mussten wir am nächsten Morgen, denn mit dem Boot fuhren wir den Ayeryarwady flussaufwärts um 13h später, um 18:00h in Mandalay anzukommen. Die gemütliche Fahrt war eine willkommene Abwechslung zu den Bussen, nebst Sonnenauf- und untergang bekamen wir ein paar schöne Landschaften und erstmals Burmesen abseits der Stadt und dem touristischen Bagan zu sehen. Schnell verstanden wir, dass ein Grossteil der Leute hier kein fliessend Wasser im Haus kannten und somit wird am Fluss Kleider gewaschen, Kinder und sich selbst gebadet, Wasser abgeschöpft und zum Haus getragen. Interessant und gleichzeitig auch so anders von was wir kennen – wir verwöhnten Schweizer halt😜. Auch lernten wir das herzliche Wesen der Burmesen kennen, alle winkten uns Touris auf dem Boot zu, die Kinder riefen laut „Bye Bye“ und freuten sich übers zurück winken – Touristen sind hier (noch) eher was seltenes und darum bekommt man definitiv extra Aufmerksamkeit. 

Mandalay selbst hat uns jetzt dafür nicht wirklich umgehauen, ausser dem rekonstruiertem Königspalast, einigen alten Pagodas und dem Mandalay Hill gab es nicht viel zu sehen und machen. Für den zweiten Tag mieteten wir uns einen Taxifahrer und erkundeten die verschiedenen Sights ausserhalb der staubigen Stadt. Zuerst ging es nach Inwa, wo wir mit der Pferdekutsche das Dorf und die Landschaft erkundeten, als Adrian zum Schluss dem Pferd einen Apfel spendieren wollte, sagte der Fahrer ganz entgeistert „Noooo nooooo! Only bananas“ 😂. Man hat anscheinend nie ausgelernt, Pferde mögen Bananen – wär hätte das gedacht?! Danach brachte uns der Fahrer zur U-Bein-Bridge, sozusagen die Kappelbrücke Myanmars, nur viiiiiel länger (1.2km), aus Teakholz und eine simpleren Architektur, aber ein nicht weniger beliebtes Fotosujet. Wir kamen am Nachmittags an und liessen uns viel Zeit darüber zu spazieren, die vielen Verkaufsstände auf der Brücke zu studieren und das Kloster auf der anderen Seite anzuschauen. Als wir uns wieder zurück zum Taxi machten, dachten wir noch darüber nach den Sonnenuntergang hier zu verbringen, doch als wir merkten das gerade Busse voller Leute für ein paar tolle Fotos angekarrt wurden (mit den gleichen Touristen wie in Luzern, haha), entschieden wir uns lieber noch eine weitere Pagoda anzuschauen und dann zurück in die Stadt zu fahren. 

Am nächsten Tag ging es dann für Nicole mit einer der unangenehmsten Fahrten weiter. In einem Kollektivtaxi stand eine sechs stündige Fahrt ins schöne Hsipaw an, während Adi vorne auf dem Beifahrersitz sass, wurde Nicole auf der Rückbank von einem chinesischen Paar verdrückt und sagen wir es Mal so, es waren nicht die angenehmsten Sitznachbarn. Nach im Endeffekt einem ganzen Tag im Auto, gönnten wir uns ein Nachtessen am Fluss inkl. dem dringend benötigten Glas Wein😅. Den nächsten Tag verbrachten wir mit Drahteseln bewaffnet im friedlichen Hsipaw, während wir in der Teestube Tee schlürften kamen die Mädchen-Mönche (Nonne wäre das falsche Wort) und sammelten Spenden, die Gesichter als wir ihnen was gaben – unbezahlbar! Später überblickten wir das Tal von Mrs. Popcorns Garten aus, wo man nebst frischen Fruchtsäften auch Früchteteller, alles aus ihrem Garten, geniessen konnte. Auch sonst als wir durch die Shan-Dörfer (rund um und in Hsipaw wohnen die Shan-Leute, eine der Minderheiten in Myanmar) sah man uns wieder mit grossen Augen an, die Kinder winkten und riefen Bye Bye (Hello ist anscheinend ein noch unbekanntes Wort, hihi), es geht hier alles sehr herzlich zu und her. Als wir am Shan Palast vorbei fuhren, entschieden wir uns spontan ihn zu besuchen. Dort lernten wir viel über die Geschichte Myanmars, den Militärputsch und der letzten Hausdame des Palasts, Inge Sargent – eine Österreicherin die mit dem ehemaligen Shan Prinz verheiratet war bis er beim Putsch ermordet wurde und sie flüchten musste (zufälligerweise hatte Nicole am Abend zuvor die Autobiografie von Inge Sargent begonnen zu lesen und kann es jedem empfehlen der einen Einblick in die burmesische Lebensweise & gleichzeitig über den Putsch erfahren möchte „Dämmerung über Burma“). Eine Wanderung durch das Tal von Hsipaw stand am nächsten Tag auf dem Plan, zusammen mit drei anderen und einem lustigen Guide spazierten wir zwischen Reisfeldern durch, fotografierten die etlichen Wasserbüffel und besuchten verschiedene Shan-Dörfer. Nach einer meeega feinen Nudelsuppe 🍜 wechselten wir am Nachmittag auf ein Boot und machten noch eine Flussfahrt durch die wunderschöne Landschaft. So ging erneut ein super Tag zu Ende und wir freuten uns die lange Fahrt ins abgelegene Hsipaw auf uns genommen zu haben. 


Die Rückreise traten wir mit dem Zug an und zwar mit der langsamsten Eisenbahn ever. Die Fahrt nach Pyin Oo Lwin dauerte ca. 8h und das obwohl es nur ca. 140km sind! Für zusammen 5$ gab’s sogar 1.Klasse Tickets und so tuckerten wir gemächlich durch die Gegend mit verschiedenen Halten wo Frauen Körbe voller Esswaren zum Verkauf einstiegen und beim nächsten Stopp wieder ausstiegen. Als wir am späten Nachmittag in Pyin Oo Lwin ankamen, waren wir froh eine Nacht hier zu verbringen und nicht noch 2h weiter mit dem Shared Taxi nach Mandalay zu fahren. Am nächsten Morgen schnappten wir uns Velos und fuhren die paar Kilometer zum botanischen Garten (obwohl Park die bessere Bezeichnung wäre), spazierten ein paar Stündchen herum und konnten sogar noch ein paar Gibbon Äffchen erspähen. Später am Abend fuhren wir mit dem Taxi und einem mörderischem Fahrer wieder nach Mandalay, wo wir noch einen Tag verbrachten bevor uns der nächste Nachtbus nach Kalaw brachte.


 Um 03:30h kamen wir im eiskalten Kalaw an und froren uns die Ärsche ab😁 von über 30C zu vielleicht 10C war ein echter Temperaturschock. Schnell verkrochen wir uns im Hotel unter den zwei Extradecken. Ausgeschlafen und gestärkt nahmen wir uns wieder Fahrräder und machten uns auf die Suche nach einem passenden Trekkingveranstalter, den die nächsten Tage wollten wir zum Inle See wandernd verbringen. Als wir mit Uncle Sam den passenden Veranstalter gefunden hatten, stellte sich die Frage in wie vielen Tagen wir die Wanderung machen wollten. Adrian war natürlich von der dreitägigen super Wanderung angetan, während Nicole lieber den 2-Tage Trek machen wollte. Die Dame im Büro bot uns dann an das Adi drei Tage macht und Nicole am zweiten Tag dazu stösst – das klang nach einem prima Kompromiss! Also zog Adrian am nächsten Morgen die Wanderschuhe an und Nicole hatte einen Tag für sich, das erste Mal seit fast 9 Monaten verbrachten wir mal wieder 24h getrennt voneinander. Den Morgen darauf stiess Nicole dann zur Gruppe dazu und zusammen liefen wir zwei Tage lang durch schönste Landschaften, erlebten einmal mehr die Gastfreundschaft und Freundlichkeit der Burmesen kennen und schliefen auf einfachste Art und Weise im Homestay im Bauernhaus (mit den Ochsen einen Stock unter den Schlafräumen😂). Als wir dann am See ankamen genossen wir die Überfahrt im Boot und beobacheten die noch traditionellen Fischern im Balanceakt auf ihren Booten. Ein gelungener Wandertrip und sehr empfehlenswert! In Inle verbrachten wir drei gemütliche Tage, in welchen wir zugegeben nicht allzu viel unternahmen und uns lieber auf unsere Regeneration konzentrierten😉. 


Für die letzten vier Tage in Myanmar entschieden wir uns noch die laaaaange Busreise in den Süden zu wagen, völlig erschöpft trafen wir nach 18h reisen in Mawlamyine ein. Die schöne Stimmung am Fluss lud zu einem Spaziergang ein und schlossen den Tag mit dem Sonnenuntergang auf der Dachterrasse des Hotels bei Bier & Wein mit einer Busreise „Leidensgenossin“ ab. Mit einer landschaftlich beeindruckenden dreistündigen Bootsfahrt fuhren wir am nächsten Morgen ins nahe gelegene Hpa-An weiter. Das Städtchen liegt umgeben von Kalksteinbergen und Höhlen wunderprächtig um mit dem Roller zu erkunden. Genau das taten wir dann auch am nächsten Tag und genossen die schöne Landschaft und die herzhaften Leute Myanmars ein letztes Mal. Am späten Abend fanden wir uns nämlich wieder in Yangon ein bevor wir am nächsten Tag von Myanmar – das sich wirklich als Highlight bewahrheitete – Abschied nahmen und ins Flugi nach Kuala Lumpur stiegen.

Seit gestern Abend befinden wir uns jetzt also in der Millionenstadt Kuala Lumpur und nebst ein wenig Sightseeing werden wir die drei Tage hier hauptsächlich zu Planungszwecken brauchen (yeaaah endlich wieder anständiges Wlan😄). Am 27.2. fliegen wir nämlich weiter nach Colombo in Sri Lanka und die vier Wochen dort, sowie die Weiterreise danach, benötigen noch etwas Planungsaufwand unsererseits☺️. 

Hier noch ein Petronas Towers Selfie mit unserer neuen iPhone Fisheye Linse😉😄
Und weil ein weiterer Kontinent nun auch praktisch schon hinter uns liegt, ist es Zeit für unsere persönlichen Südostasien Top Five:

  1. Tauchen in Thailand: Ha! Wen verwunderts? Wir haben uns Hals über Kopf ins Tauchen verliebt und Thailand war der perfekte Ort dafür. Wir freuen uns jetzt schon unser Logbuch weiter zu füllen.
  2. Angkor Wat: Die gewaltige Tempelstätte rund um und mit Angkor Wat war definitiv ein kulturelles Highlight. Die zum Teil wunderschönen Ruinen werden uns noch lange im Gedächtnis bleiben.
  3. Halong Bay: Die wunderschöne Kreuzfahrt durch die beeindruckende Halong Bay war definitiv das Vietnam und auch eines unser Südostasien Highlights! Wahrscheinlich liegt es auch an den vielen lustigen Momenten die wir mit Ivo hatten – Zitrone🍋🍋🍋😂😂😂.
  4. Luang Namtha Jungletrek: das Trekking durch den Dschungel in Nordlaos war zwar eine körperliche Herausforderung, aber ziemlich sicher eine der spannendsten Wanderungen und Weihnachten unseres Lebens!
  5. Leute in Myanmar: Die herzliche und freundliche Art der burmesischen Bevölkerung ist kaum zu übertreffen, trotz ihrer so schwierigen Vergangenheit haben sie immer ein Lächeln im Gesicht. Sie machen Myanmar zum zauberhaften Land das es ist. Wir hoffen der zunehmende Tourismus nimmt ihnen dieses wunderbare Wesen nicht.

Quer durch Kambodscha 🇰🇭

Sodeli – wo sind wir stehen geblieben?! Ach ja genau, in Pak Chong kurz bevor wir wieder einmal einen Dschungeltag einlegten. 😉

Um dem Khao Yai Nationalpark näher zu kommen, buchten wir eine Tagestour mit einem der Jungletour Anbieter. Wir hätten wohl auch auf eigene Faust einen Tagestrip hinbekommen, doch manchmal ist der einfachste Weg auch der bequemste, haha. Also sind wir wieder einmal früh Morgens los und auf einem umgebauten Laster in den NP gefahren. Zuerst gabs den obligaten Halt an einem Viewpoint bevor wir nur 15min später mitten auf der Strasse angehalten werden. Über uns spielte die Musik – eine Familie von Gibbons-Affen entschied von Baum zu Baum zu springen und uns eine echte Gibbon-Experience zu sichern. Das ist Dschungel ganz nach unserem Gusto. Nur ein paar Kilometer weiter hielten wir schon wieder, unser Guide hatte an einem Busch am Strassenrand eine Schlange entdeckt. Der weissen lange, aber dünnen Schlange schien die Aufmerksamkeit nicht zu gefallen und wollte sich davon machen. Unserem Guide gefiel das nicht und nahm das arme Tier vom Ast und reichte es sogar noch rum – ein absolutes No-Go wie wir finden. Weiter ging es dann zum Visitorcenter, dort hatten wir das Glück am Fluss einen Waran, eine Waterdragon-Echse und noch eine Fliegende Eidechse zu beobachten. Später machten wir uns zur Dschungelwanderung auf, kaum los gelaufen und schon hielten wir wieder an – einen (giftigen) Hundertfüssler wurde in einem Baumloch entdeckt und gleich auch noch irgend so eine hässliche, fette Spinne (es geht wohl nicht ohne…🙄). Nach gut einer Stunde des feucht-heissen Trekkings , sichteten wir ein weiteres Dschungeljuwel: ein Siamkrokodil lag gemütlich am Flussbett und liess sich von uns bestaunen, 🐊cooooool🐊! Das männliche Exemplar war gute 2.5m lang und ein ziemlicher Brocken, uns freute es und der Ausflug hat sich schon jetzt gelohnt. Kurz darauf hielt der Guide uns wieder an, wir sollten links laufen, denn am rechten Wegrand sass eine giftige, aber schöne grüne Viper im Gebüsch – es war tierisch was los und erst gerade Mittagszeit. Der Nachmittag wurde dann tatsächlich etwas ruhiger, auf dem Weg zu einem Wasserfall sahen wir nur noch Makaken🐒und noch ein paar kleinere Echsen. Nach dem wir aber die steilste Treppe ever hinab und wieder hinauf liefen um den Wasserfall von näher zu betrachten können, wurden wir nochmals euphorisch. Ganz in der Nähe hat eine andere Gruppe einen wilden Elefanten gesichtet und den wollten wir natürlich nicht verpassen. Also fuhren wir los und siehe da, auf der Strasse kam uns tatsächlich ein Elefant entgegen! 😍🐘😍 Ein perfekter Abschluss von unserem Tag im Khao Yai Nationalpark, glücklicher hätten wir kaum sein können. 


Back to Bangkok

Am nächsten Morgen bzw. Mittag, ausschlafen war wieder mal angesagt & nötig, nahmen wir den Bus und fuhren nach Bangkok. Zum zweiten Mal auf dieser Reise besuchten wir den Dreh- & Angelpunkt Südostasiens, doch dieses Mal buchten wir eine Unterkunft im touristischeren Stadtteil. Dies war die absolut richtige Entscheidung, denn bei unserem ersten Besuch hatten wir ja sehr gemischte Gefühle der Stadt gegenüber, dieses Mal gefiel es uns sehr gut. Drei Tage blieben wir in Thailands Hauptstadt und schafften es wieder nicht (zugegeben wollten es nicht schaffen) zum Königspalast. By the way, die Trauer um den verstorbenen König hat sichtlich nach gelassen und der neue ist nun auch offiziell im Amt, aber noch nicht gekrönt. Dafür waren wir in der verrückten Khaosan Road (Hangover 2, lässt grüssen), am weltweit grössten Markt (ein Tag reicht nicht um alles zu sehen) und nochmals in den westlichen Shoppingcentern😄. 

Ab nach Kambodscha

Die zwei Wochen Nordthailand sind schon wieder um, weiter gehts per Nachtbus nach Kambodscha. Rund zehn Stunden und einen nervenaufreibenden Grenzübergang später fanden wir uns in Siem Reap wieder. Ein nettes Guesthouse mit hilfsbereitem Personal hatten wir gebucht und so stand bald unser Plan für die nächsten Tage fest… Ach ja, nach Siem Reap fährt man hauptsächlich aus einem Grund: Die Tempelstätten rund um Angkor Wat. Wer sich jetzt fragt: „Whaaaaat is Angkor Waaaaaaat?“, Angkor Wat ist das Machu Picchu von Südostasien, nur viel grossflächiger, älter und spiritueller. Ein absolutes Muss und laut den meisten Reiseführer & Reisenden DAS Highlight Südostasiens. Jaaaap, wir haben uns also 2-3 Tage Zeit genommen die Tempelruinen zu besuchen. Der erste Tag verbrachten wir beim weitest entfernten Beng Mealea Tempel, hier kommt man sich vor wie in Indiana Jones (evtl auch weil Teile hier und anderen Angkor Tempel gedreht wurde😉), eine Ruine mitten im Dschungel, man ist sich nicht sicher was zuerst da war, der Tempel oder die überall wuchernden Bäume, die die Ruinen mittlerweile verschlingen. Der nächste Tag war etwas ruhiger und wir gingen erst zum späten Nachmittag zum einen Tempel (keiiiine Ahnung wie der hiess) um den Sonnenuntergang mit hunderten anderen zu „geniessen“, war trotzdem schön. Am Abend hiess es früh ins Bett, denn  am nächsten Tag war die ‚Mega-Tour‘ geplant. Um 04:45h fuhren wir los nach Angkor Wat (so heisst auch der Haupttempel) um den Sonnenaufgang hinter der Tempel zu bestaunen. Wirklich wunderschön und für einmal fing der frühe Vogel wirklich den Wurm, auch wenn es wieder viiiiiele Earlybirds gab. Als die Sonne oben und das perfekte Foto geknipst war, ging es weiter zuerst zu einem Hügel (Kbal Spean) wo wir 40min hoch liefen und an einem Wasserfall im Flussbett die Gravuren von hinduistischen Gottheiten zu sehen bekamen. Danach brachte uns das Tuktuk zu verschiedenen weiteren absolut sehenswerten Tempel. Jeder für sich hatte etwas Spezielles und Schönes, die Bauweise und Detailgetreue war jedes Mal beeindruckend. Fünf Tempel und etliche Kilometer später schlossen wir den Tag an gleicher Stätte wie er begonnen hatte ab – Angkor Wat. Bei Tageslicht besuchten wir schliesslich noch DEN Tempel und wir stimmen den Reiseführern zu, ein echtes Highlight! So ging ein laaaanger, aber mega toller Tag zu Ende, wie auch unser Siem Reap Aufenthalt, denn am nächsten Morgen machten wir uns auf nach Battambang.

Angekommen in Battambang, schlenderten wir etwas durch das Städtchen. Laut unseren Informationen sollte es eine süsse Kolonialstadt sein mit toller Stimmung. Naja, das empfanden wir nicht wirklich so. Egal, wir hatten Mal zwei Nächte gebucht und wollten eh noch ein bisschen recherchieren und planen für die Zeit nach Kambodscha. Am einen Abend besuchten wir noch den Phare Zirkus, ein Zirkusprogramm für benachteiligte Kinder und Jugendliche welche hier kostenlos Kunstunterricht und Schulbildung erhalten. Die gesamte Show wurde von den Jugendlichen zusammengestellt und wir bestaunten ihre zum Teil supercoolen Kunststücke. Sehr empfehlenswert und dann noch was für einen guten Zweck!


So und dann hat sich ein Anfängerfehler bei uns eingeschlichen, eigentlich wollten wir am nächsten Tag weiter nach Sihanoukville fahren, doch wir haben die Buszeiten nicht abgecheckt und so war der Bus schon voll. Also mussten wir noch eine Nacht länger bleiben und erfreuten uns dafür den ganzen Nachmittag lang an grandiosem Tennis, zuerst Murray raus dann Federer weiter. 🤗 Am nächsten Morgen fuhr unser Bus dann und wir sassen wieder einmal den ganzen Tag im Bus – statt den versprochenen 9h dauerte es fast 12h😑. In Sihanoukville erfreuten wir uns dann 4 Tage lang ab den wunderschönen Stränden und mieteten dabei einen Tag lang noch einen Roller🏍 um auf Strand- Entdeckungstour zu gehen🌴☀️🏖. Wir finden ab und zu muss man ein paar Chillertage einlegen um das Reisen richtig geniessen zu können, denn es ist schon viel was man so tagtäglich an Eindrücken aufnimmt. 😉


Phnom Penh und die traurige Geschichtslektion

Vom Strand zurück in die Stadt, genauer in die Hauptstadt Kambodschas Phnom Penh… Angekommen in der Grossstadt bezogen wir zuerst ein mega cooles Hotel, besuchten den gegenüberliegenden Tempel und checkten Mal die Bars in der Nähe ab. Am nächsten Tag wartete der Königspalast und die Silberpagode auf uns. Dort gönnten wir uns mal eine Guide und erfuhren so viel vom Glauben der Khmer-Leute (so nennen sich Kambodschaner) und ihrem speziellen König (seine Mutter ist Französin und er wird darum für seine „lange Nase“ belächelt, plus ist er so halb ein Mönch und darum weder verheiratet und liefert auch sonst selber keine Thronfolger ab😂). Der Palast, die Gärten und die Pagode selbst war natürlich einmal mehr sehr schön anzusehen und in top Zustand. Danach hatten wir ein heisses und nervenaufreibendes Date mit dem TV in der Sportsbar, der Australian Open Final! Huiuiui war das ein geiles Spiel und spannend bis zum letzten Ballwechsel. Zuerst waren wir noch die einzigen die schauten, im fünften Satz dann sass das halbe Resti vor „unserem“ TV und alle fieberten für Federer mit. Wir freuten uns mega, haben wir doch jedes Spiel mitverfolgt und z.T. mitgelitten #TeamFederer. 


Dafür wurden wir am nächsten Tag wieder zurück auf den Boden der Tatsachen geholt, wir besuchten nämlich das S21 Gefängnis. Hier fängt nun die traurige Geschichtslektion an von der wir zum ersten Mal hier was hörten. Von 1975-1978 fand in Kambodscha unter der Schreckensherrschaft von Pol Pot und seiner Roten Khmer ein schrecklicher Krieg bzw. Genozid statt. In dieser kurzen Zeit wurden 1.7 Millionen Menschen mehr oder weniger wahllos auf grausamste Art und Weise getötet, der Rest des Landes praktisch versklavt – wer nicht spurte starb. Das S21 war ihr Folterzentrum und in der Audiotour welche wir hier machten erfuhren wir Dinge die einem das Blut gefrieren und Tränen in die Augen schiessen lässt. Die allesamt unschuldigen Gefangenen hier wurden auf übelste Art und Weise gefoltert und hingerichtet, die Nazimethoden perfektioniert und noch eine Schippe drauf gelegt. Nach gut 2.5h Rundgang, informativem Audiokommentar und teils verstörenden Bildern standen wir da und fragten uns erstens wie grausam Menschen nur sein können und zweitens wie es sein kann das wir noch NIE was davon gehört haben…!? Auf dem Weg nach Draussen dann das aufwühlendste Erlebnis überhaupt, nur 7 Überlebende zählt das Foltergefängnis, zwei davon sassen auf einmal vor uns an einem Tisch und verkauften Bücher die ihre schreckliche Geschichte erzählen. Das Gefühl das uns da überkam ist fast unbeschreiblich – man will die mittlerweile älteren Herren nur umarmen, Trost spenden, ihnen alles geben was man hat, das Geschehene ungeschehen machen, es fehlen einem schlichtweg die Worte. Das unglaublichste an diesem dunklen Stück Geschichte ist noch, dass der Westen 12 Jahre lang weiterhin die Anführer Roten Khmer in der UNO Vollversammlung als Vertreter Kambodschas sitzen liess und lange nicht glaubte das keine Revolution sondern ein Völkermord hier passierte! Wer mehr dazu erfahren will googlet am besten nach ‚Rote Khmer S21‘ oder liest den etwas älteren NZZ Artikel hier. Sorry wir wissen es -> Stimmungskiller, gehört aber genau so zu unseren Reiseerlebnissen wie die schönen Sachen. 

An unserem letzten Tag in Kambodscha durften wir noch in ein riiiiiesen Shoppingcenter und uns mit „westlichem“ Verbrauchsmaterial eindecken, denn am späten Nachmittag verliessen wir Phnom Penh und flogen nach Yangon in Myanmar…. das war gestern 😊 Ob unsere Vorstellungen des Landes entsprachen, denn Myanmar war in der Planung unser Highlight Asien-Land, erfahren wir und ihr in den nächsten Wochen.
(P.S. Ende Februar geht’s weiter zuerst mit einem Zwischenstopp in Kuala Lumpur danach für ca. 3-4 Wochen Sri Lanka! 🤗 Ab jetzt gilt rollende Planung und regelmässiger Budgetcheck – aber keine Angst, es dauert noch ein Weilchen bis die Kasse leer ist😉)

Jungle-Fever in Laos & Thailand once again

HAPPY NEW YEAR GUYS! 🎉2️⃣0️⃣1️⃣7️⃣🎉Auf diesem Weg noch allen ein gutes neues Jahr, wir hoffen Ihr seid gut gestartet und wünschen ein erfolgreiches & glückliches 2017! 🍾🐷🍀💐

Doch machen wir zuerst noch eine kleine Zeitreise zurück ins 2016…😉

Kurz vor Weihnachten kamen wir nämlich in Laos, genauer in Muang Khua, an. Vom eher kalten Vietnam sind wir praktisch über Nacht wieder in die 25+Grad Zone befördert worden, zum Glück! Der kleine Zwischenhalt in Muang Khua diente eher zur Erholung der 16h Busfahrt, obwohl es schön an einem Fluss gelegen wäre, war das Dorf null auf Touris ausgerichtet, Englisch konnte jedenfalls niemand. Mit Zeichensprache besorgten wir uns ein Zimmer und auch ein Busticket für den nächsten Tag. Unser Ziel Luang Namtha erreichten wir eine kuriose, aber beeindruckende Busfahrt später. Hier entschieden wir uns am Heiligabend einen 3-Tage-Dschungeltrek zu beginnen, in der Hoffnung ein paar spannende Wildlife Begegnungen zu machen (schliesslich soll es hier neben Bären, Kobras und Affen auch Tiger geben). Naja, diese Hoffnung wurde schnell begraben, unser erfahrener Guide hat noch nie einen Tiger oder Bären live gesehen und im Allgemeinen meiden die Tiere Menschen sehr. Nach unserer Amazonas Erfahrung, dachten wir, wir sind gut gewappnet und „dschungliger“ wird es wohl kaum werden… Tadaaa falsch gedacht! Welcome to the real freaking jungle! Los ging es gleich mal auf einem steilen Hang durch das Gedicht hindurch, nur ein ultra schmaler „Weg“ als Richtung. Nach 5min waren wir alle (unsere zwei Guides, ein Trekking-Gspänli und wir) total durchgeschwitzt und wünschten uns einen leichteren Rucksack und mehr Wasser zugleich. Extrem steil hinauf und genauso steil bergab ging es für 6h – extrem Kräfte zerrend und hauptsächlich schwitzig das Ganze😅. Angekommen an unserem Rastplatz für die Nacht machten sich die Guides an die Arbeit, aus Bambus bauten sie uns ein Nachtlager inkl. Bett auf, dann kochten sie in Bambusrohren Reis, bereiteten den am Fluss gepflückten Farn als Gemüsebeilage zu und legten Bananenpalmenblätter als Tischgedeck aus. Ein echtes Erlebnis und ein Weihnachtsessen, dass wir nicht so schnell vergessen werden – Merry Christmas mitten im Dschungel! Der zweite Tag sah ähnlich wie der erste aus: wandern! Zwischendurch entdeckten wir noch einen (vollgesogenen, yummy!) Blutegel an Nicoles Bein und einen riesigen Nashornkäfer (nicht die Wildlife Experience die wir uns vorgestellt haben😄). Pünktlich zum Mittagessen erreichten wir schon unser Rastplatz, eine alte Fischerhütte am Fluss. Während die Fiteren nachmittags noch mit dem einen Guide zu einem Aussichtspunkt in der Nähe wanderten, badeten die Faulen (bzw. die Faule😉) im Fluss und half das Lager etwas zu verschönern. Abends assen wir wieder vom Lagerfeuer das gesammelte Junglefood (Seegras, Schwarzer Pilz, Bananenblüte, Farn) mit Stickyrice aus dem Bambusrohr. Alles in allem eine mega coole Erfahrung und selbst die handgrossen & absolut ekligen Spinnen 🕷🕷🕷 die in der Nacht hervor krochen, konnten den Trip als Ganzes nicht vermiesen. Der dritte Tag war dann der Fun-Tag, aus Bambus (ja, Bambus kann man für ALLES gebrauchen, merkt euch das falls ihr mal im Dschungel verloren geht!😉😄) bauten wir Flosse und rafteten so den Fluss hinunter zurück zum Ausgangsort. Das machte ziemlich viel Spass, vor allem als unser Gspänli & Guide in den Fluss fiel, Adrian von Nicole im letzten Moment aufgefangen wurde und der zweite Guide völlig ruhig sein Liedchen weiter sang☺️. Definitiv unvergessliche Weihnachten!


Nach einer weiteren Nacht (endlich wieder in einem Bett mit Matratze!) in Luang Namtha, nahmen wir am nächsten Tag den Bus nach Luang Prabang, der wohl schönsten Stadt in Laos. Schon alleine die Fahrt dorthin war landschaftlich der Hammer, die Stadt selbst ist so süss und freundlich, man will für immer bleiben. Der erste Tag verbrachten wir mit Tempel & Kultur, Luang Prabang war bis in die 70er als der Kommunismus in Laos Einzug hielt, die Hauptstadt der vormaligen Monarchie, dementsprechend gibt es nebst dem Königspalast auch etliche Tempelanlagen – eine schöner als die andere. Ein weiteres Must-do sind die Kaskaden-Wasserfälle einige Kilometer ausserhalb der Stadt, wunderschön kristallklares Wasser mit einem der schönsten Wasserfälle In der Region. Wir kletterten natürlich auch hinauf um nebst dem fallenden Wasser auch noch eine schöne Aussicht geniessen zu können🤗. Ein toller Ort um ein paar entspannte Stunden zu verbringen. So freundlich und schön Luang Prabang auch war, konnten wir leider nicht für immer bleiben (schon alleine visatechnisch nicht) und darum ging es nach drei Tagen weiter nach Vang Vieng, wo wir pünktlich zu Silvester eintrafen. Die Stadt selbst ist so ziemlich das Gegenteil von Luang Prabang, rau und laut, die Landschaft rund um Vang Vieng jedoch atemberaubend schön, so dass wir über die (‚tschuldigung) hässliche Stadt hinweg sehen vermochten. Für den Silvestertag buchten wir eine Tagestour wo wir die riesigen Höhlen in den Kalksteinbergen erkundeten, um danach den Fluss hinab 15km zu kajaken und die letzten 5km auf einer Tube die Seele baumeln zu lassen – ready for the new year. Die letzten Stunden des Jahres waren angezählt als wir im Irishpub zu Livemusik Burger verdrückten und langsam aber sicher auf den letzten Countdown des Jahres warteten.🍾🍾🍾 Also Hallo 2017, new year – new adventures, I guess or maybe rather same same but different?! We will see… 


Erste Tat im neuen Jahr: Busticket nach Vientiane besorgen, der Hauptstadt Laos. Um ehrlich zu sein gibt es hier weder viel zu machen noch zu berichten, ausser sich durch die vielen europäischen Restaurants zu essen fanden wir ziemlich gar nichts hier spannend. Gut, es gab einige schöne Gebäude und Plätze, aber das war’s auch schon. Highlight war wohl das Nicole in der Nacht hohes Fieber bekam und wir zum Arzt mussten, nach der (typisch panischen) Selbstdiagnose von Dengue-Fieber/ Zika/ Malaria oder sonst was Tropisches, konnte der Arzt entwarnen – „nur“ eine bakterielle Lebensmittelvergiftung. Tja, der Nachtbus nach Chiang Mai in Thailand war schon gebucht, also reisten wir trotz fiebrigen Reisenden weiter, bzw. irgendwie zurück: Nice to meet you Thailand, again.😉

Thailand once again

Geplant waren in Chiang Mai eigentlich einen Thai-Kochkurs, eine Wanderung und ein Elephant-Rescue-Center Besuch. Doch Nicoles Krankheit machte uns einen Strich durch die Rechnung. Während Nicole hauptsächlich schlief, erkundete Adrian die Stadt alleine und besichtigte den ein oder anderen Tempel. Ehrlich gesagt hatten wir uns so gefreut auf Chiang Mai, doch die Umstände machten es zum Reinfall. Da wir auch nur ein 14 Tage Visa für Thailand hatten und dies für den Ganzen Norden reichen musste, konnten (oder wollten) wir leider nicht mal länger bleiben… Schade, aber das gehört halt leider zum Traveller-Leben dazu.

Weiter ging es dann nach Sukhothai, eine Hochburg vor hunderten Jahren und heute noch ein beeindruckender Geschichtspark mit Ruinen und alten Tempeln. Einen Tag spazierten wir durch die schöne und ruhige Parkanlage, genossen das warme Wetter und fahrten Tuk-Tuk. Zurück zur schönen Seite des Reisens. 😊 Nächster Stopp: Ayutthaya, die Hauptstadt des Siam-Reichs wartete mit noch grösseren und noch beeindruckenderen Ruinen von Tempeln und Palästen auf uns. Mit dem Velo fuhren wir die riesige Parkanlage ab und bestaunten die Übrigbleibsel des längst vergangen Reichs. Zum Abend hin besuchten wir noch einen Schwimmenden Markt und planten die nächsten Tage grob weiter.


Und so endet die Zeitreise und wir sind in der Gegenwart angekommen… Heute Morgen fuhren wir per Zug nach Pak Chong und morgen wartet der Nationalpark von Khao Yai auf uns. Wir sind gespannt!

Vietnam – Part Two

So wie versprochen, der zweite Teil unserer Vietnam Berichterstattung. Danach habt ihr mind. bis zum nächsten Jahr Ruhe von uns😉
Ha Long & Baitu Long Bay

Stehen geblieben sind wir in Ha Long Bay, bzw. an Board des Gardenbay Cruisers, denn die Ha Long Bucht erkundet man am besten per Boot. Bei der Wahl der Kreuzfahrt entschieden wir uns nicht nur zur geschäftigen Ha Long Bay zu fahren, sondern auch die etwas weiter und ruhigere Baitu Long Bay zu besuchen. Kaum ging es los wartete an Board ein 8-gängiges Mittagessen auf uns – das beste Essen was wir bisher in Vietnam gegessen haben🍜🍚🍤🍣. Mit vollem Mägen setzten wir uns auf den Balkon unserer Kabine und genossen die wunderschöne Fahrt durch die atemberaubende Meereslandschaft mit ihren hunderten von Kalksteininselchen. In der Baitu Long Bay angekommen entschieden wir uns auf kleinen Ruderbooten durch ein auf Stelzen gebautes Fischerdorf zu fahren und so um die ein oder andere Insel gerudert zu werden. Bei wunderschönem Dämmerungslicht konnten wir die wohl besten Fotos des ganzen Boottrips schiessen und man bekam fast nicht genug der schönen Inselchen vor die Linse. Bevor es dann auf dem Schiff ein BBQ-Buffet zum Z’Nacht gab, lernten wir in der Cooking-Class wie man Frühlingsrollen zubereitet, der perfekte Apero! Der zweite Tag verbrachten wir mit zwei Co-Travellern auf einem kleineren Boot, da die meisten anderen Leute die Kreuzfahrt nur für zwei Tage buchten. So hatten wir zu Fünft praktisch ein privates Schiff mit privat Koch und Guide. Bei einem seltsamen Versuch zu fischen – wir mussten mit Hölzern Lärm veranstalten, um so die Fische in das Netz zu treiben – fingen wir zwei kleine Fische die wir schliesslich zurück in Meer warfen. Weiter ging es mit Kajaking, baden und einem gemütlichen Nachmittag inkl. einigen lustigen Diskussionen mit dem amerikanischen Paar mit uns an Board. 


Am letzten Morgen in der Bucht konnten wir noch eine der vielen Höhlen auf einer der Inseln besuchen und die Gesteinsformationen bestaunen. So ging unsere kleine Kreuzfahrt dann auch langsam zu Ende und am Abend fanden wir uns in Vietnams Hauptstadt Hanoi ein.

Hanoi & Ninh Binh

Kaum haben wir unsere Unterkunft bezogen, fiel uns den überall angebotenen Tagesausflug nach Ninh Binh ins Auge. Ninh Binh und die Region Tam Coc war sowieso auf Nicoles To-do Liste, also buchten wir ultra spontan für den nächsten Tag den Ausflug dorthin. Los ging es mit einer langen Busfahrt und speziellen Mitreisenden, die gleich von Beginn weg mehr nörgelten als was anderes. Die erste Station beinhaltete eine Tempelbesichtigung und das Besteigen eines kleinen Hügel mit schöner Aussicht über das Tal. Danach ging es weiter zum Dorf Ninh Binh wo wir nach dem Essen auf einem Ruderboot (die sind echt beliebt in Vietnam) durch die extrem schöne Landschaft, Kalksteinhöhlen und dschungligen-Hügel gerudert wurden. Sehr schön und vor allem sehr entspannend. Nach der Bootsfahrt und etwas Drama mit den anderen Nörgler-Touris konnten wir noch eine kleine Radtour unternehmen und so die Landschaft weiter geniessen – perfekt! Zurück in Hanoi besuchten wir noch den Nachtmarkt und die Bierstrasse, dort zahlt man für ein grosses Bier umgerechnet 0.75CHF 🍻 „cheapest beer in the world“. 


Der nächste Tag in Hanoi war gleichzeitig Ivo’s letzter Tag in Vietnam und die zwei Wochen sind uns wie immer eher wie zwei Tage vorgekommen. Auf einem Stadtspaziergang erkundeten wir Hanois Innenstadt – auf dem Markt staunten wir ab den angebotenen (lebenden!) Tieren, probierten nochmals Nuddelsuppe Pho 🍲, kauften ein paar Souvenirs und tranken den feinen vietnamesischen Ca-Phe ☕️. Am Abend dann hiess es Abschied nehmen und Ivo beging sich auf Heimreise zurück in die Schweiz. Wir hingegen blieben noch eine weitere Nacht in Hanoi und planten die weiteren Tage in Vietnam. 

Sapa
Nach gutem Wetter und Busrouten Studium entschieden wir uns in den Norden nach Sapa zu fahren. In Hanoi stiegen wir bei rund 18C in den Bus ein und in den Bergen gelegenen Sapa erwarteten uns „eisige“ 7C (wir wünschten uns einen Moment unsere Heim gesendeten warmen Kleider zurück). Das kleine (im Bauboom befindende) Dorf selbst ist überhaupt keine Schönheit, die umliegenden Täler mit ihren Reisfeldern jedoch schon und darum buchten wir eine zweitägige Wanderung durch die Täler inkl. Hmong Reiseführerin (die Hmong sind ein indigenes Volk Südostasiens) und Übernachtung in einem Homestay bei ihrer Familie. Auf einem rutschigen Weg das Tal hinab bekamen wir schnell die Reisterrassen und die dadurch fantastisch wirkende Landschaft zu sehen. Ein paar andere Hmong Frauen begleiteten uns und halfen den zum Teil schlammigen und schwierigen Weg durch die Reisfelder zu bewältigen, natürlich nicht umsonst, sie wollten ihre Handarbeiten verkaufen und durch ihre geleistete Hilfe konnte man fast nicht nichts kaufen. Smarter Schachzug von den unschuldig wirkenden Mädels😉. Gute 15km und hunderte Reisfelder später kamen wir dann im Elternhaus unserer Führerin an und lernten viel über das noch sehr traditionelle Hmong Leben, ihre Kultur und Bräuche. In der Küche wird noch mit offenem Feuer gekocht und so gab es zum Z’Nacht eine Auswahl an regionalen Speisen, was uns sehr gut geschmeckt hat. Geschlafen wurde im Holzhaus im „Gästezimmer“ während wir draussen die Hühner gackern, die Enten quaken und die Schweine quieken hörten, eine spezielle aber auch tolle Erfahrung! Der zweite Wandertag war mit 10km etwas kürzer als der erste führte aber durch die etwas schöneren Gebiete mit einem Wasserfall, eines Bambuswaldes (mit viiiiielen grossen ekligen Spinnen überall 🕷🕷) und einer zum Abschluss spannenden Fahrt auf dem Motorrad zurück in die Stadt Sapa. Alles in allem zwei schöne, wenn auch anstrengende Tage mit viel dreckiger Wäsche im Gepäck (es ist nicht immer so einfach auf den Reisfelder Rändern herum zu balancieren 😅). Zurück in Sapa kauften wir uns dann ein Busticket, fuhren mit dem Nachtbus nach Laos und verabschiedeten uns nach fast 4 Wochen von Vietnam. 

Angekommen in Laos fuhren wir nach einem Tag Busfahr- Pause in den Norden nach Luang Namtha und begannen an Heiligabend einen dreitägigen Dschungeltrek, von dem wir das nächste Mal mehr berichten. Wir hoffen ihr habt alle schöne Weihnachten verbracht und wünschen nun einen guten Rutsch ins 2017🎉, mal schauen ob das Jahr 2016 getoppt werden kann😉😄

Vietnam – etwas für alle Sinne (Part 1) 🇻🇳

Upsi wir haben es die letzten Wochen etwas schleifen lassen was unsere Reisedoku angeht und hinken nun etwas hinterher mit unseren Blogbeiträgen… Doch da diese jeweils mehrere Stunden Aufwand benötigen und die letzten Tage wieder viel mehr lief, blieb das Schreiben leider auf der Strecke. Darum splitten wir nun den Vietnam Beitrag in zwei Teile auf 🙈😇 tadaaa hier Teil 1:
Ho Chi Minh City

Angekommen in Ho Chi Minh City (HCMC) ging es als erstes mal direkt ins Bett! Nach einem Nachtflug von Phuket nach Bangkok, einem Earlybird Flug nach HCMC und dazwischen nur ein paar unbequeme Stunden Flughafenschlaf hatten wir ziemlich Mühe die Augen länger auf zu behalten. Ausgeruht (extrem ausgeruht, wir haben fast den ganzen Nachmittag verschlafen🙈) erkundeten wir das Backpackerviertel rund um unser Guesthouse und standen das erste Mal kurz vor einem Kulturschock. Motorräder überall, auf dem Trottoir, der Gegenfahrbahn, irgendwo auf der Kreuzung ÜBERALL. Auf dem kurzen Spaziergang mussten wir mehrere Male um unser Leben fürchten, erstens wegen chronischer Gefahr überfahren zu werden und zweitens wegen akutem Herzinfarktrisikos. Nebst dem halsbrecherischen Verkehr streckt einem dazu noch jede paar Meter ein Flyer, Menü oder sonst was vor’s Gesicht in der Hoffnung was zu verkaufen… Intense!

Wir entschieden uns am nächsten Tag aus der Stadt zu „fliehen“ und machten einen Ausflug zu Cao Dai Tempel und den berühmt berüchtigten Cu Chi Tunnels. Angekommen im Tempel hatten wir die Chance eine Zeremonie der nur in Vietnam praktizierten Religion zu verfolgen. Konfuzianische, taoistische vielerlei buddhistische und auch christliche Einflüsse findet man im Tempel und der Zeremonie wider. Nach dem religiösen Schauspiel ging es zur eigentlichen Hauptattraktion des Tages weiter, den Cu Chi Tunneln. Ein unterirdisches Tunnelsystem, welches die Vietcongs im Krieg gegen die Amis quasi unschlagbar machte, da die Tunnels mehrere Stockwerke tief, extrem eng und noch extrem viel schlauer gebaut wurden. Zur Bestzeit war das Tunnelsystem so gross, dass bis zur kambodschanischen Grenze ein ganzes Gebiet mithilfe ihrer ausgeklügelten Guerillamätzchen unter Kontrolle der Vietcongs war. Sehr beeindruckt schauten wir uns die Tunnels (zum Teil extra für westliche Touris vergrössert, doch immer noch mega eng), die Eingänge, die Attrappen, Fallen und die Kampfgebiete an. Zum Schluss der Führung konnten sich diejenige mit passenden Körpermassen und ohne Platzangst noch gute 150m durch einen Tunnel „kämpfen“, unser Fazit definitiv nichts für uns… Die wenigen Meter verlangten uns schon so einiges ab und wir gehörten zu den wenigen die es überhaupt bis zum Schluss schafften. Imposant war es jedoch allemal und ein gelungener Tagesausflug. 

Den nächsten Tag verbrachten wir dann in HCMC oder wie viele Einheimische noch sagen, in Saigon. Nebst dem Markt, einigen weihnachtlich ausgestatteten Kaufhäuser und dem Saigon River besuchten wir auch den Wiedervereinigungspalast, in dem wir einen Einblick in die Geschichte von Südvietnam und logischerweise der Wiedervereinigung von Nord- & Südvietnam. Zum Znacht gabs dann je eine Schüssel Pho 🍲, dem vietnamesischen Nationalgericht Nudelsuppe mit Rindsfleisch, und dank der Empfehlung unserer Hosts konnten wir an einem sehr authentischen Ort das Süppchen geniessen.

Phu Quoc

Am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns vorläufig von HCMC und flogen den Mini-Flug zur Insel Phu Quoc. Nach dem wir uns ein Hotelzimmer in Strandnähe gekrallt hatten, genossen wir mal wieder das Traveller-Leben in vollen Zügen und chillten die nächsten zwei Tage hauptsächlich und entdeckten den vietnamesischen Kaffee☕️😋. Vor lauter Nichtstun vergassen wir noch fast einen Tauchgang zu buchen und hatten am Ende Glück noch einen Platz auf dem Schiff zu ergattern, haha. Also verbrachten wir einen Tag noch auf See und mussten feststellen, dass Thailand definitiv das bessere Land um zu Tauchen ist. Denn obwohl wir normalerweise zu den unerfahrenen Tauchern gehören, waren wir auf dem Boot schon fast die Erfahrensten und sogar unser Instruktor war sichtlich neidisch ab unseren Sightings, welche wir in unseren Logbüchern eingetragen haben🤔☺️. Trotzdem hatten wir einen netten Tag mit lustigen Gesprächen (ein Herr aus Alaska erklärte uns bspw. dass es in Alaska noch ziemlich warm mit 0 Grad sei.. bis wir drauf kamen, dass er von Grad Fahrenheit und nicht Celsius sprach 😂 naja -20C Ende November empfinden wir schon als eher kalt☃️) .

Am 3.12. flogen wir dann zurück nach HCMC, denn für den nächsten Tag erwarteten wir eine spezielle Lieferung aus der Schweiz für die Adrian extra nochmals an den Flughafen fuhr um sie in Empfang zu nehmen – Nicoles Geburtstagsgeschenk welches Ivo (Adis bester Kolleg) mitbrachte kam an 😄. Spass beiseite, obwohl wirklich ein Geschenk von Sheena (Danke!) dabei war, Ivo kam extra nach Vietnam um uns ein wenig Gesellschaft während den nächsten zwei Wochen zu leisten 😉. Also haben wir uns in Saigons Getümmel geworfen und Ivo so lange wie möglich wach behalten, so dass er keinen allzu starken Jetlag hatte. Für den Fünften Dezember (an dieser Stelle nochmals vielen Dank für all die Geburiwünsche) war eine Mekong-Delta Tour geplant, nach einer 2-stündigen Fahrt erreichten wir die Bootsanlegestelle am Mekong wo wir auf ein Deltaboot umstiegen und als erstes zum schwimmenden Markt von Cai Be fuhren. Um ehrlich zu sein, haben wir uns was grösseres und beeindruckenderes vorgestellt, der „Markt“ bestand eigentlich nur aus ein paar Fischerbooten die bewohnt waren und zur richtigen Jahreszeit (welche gerade nicht war) Gemüse, Fisch & Fleisch verkaufen. Interessanter wurde es dann als wir zu einer lokalen Kleinproduktion von Reisblättern, Kokosnuss-Süssigkeiten und Reisgebäcken kamen. Es wurden uns die verschiedenen Produktionsverfahren erläutert, die Erzeugnisse sind eine wichtige Einkommensquelle für die Leute im Mekong-Delta und werden landesweit versandt. Am Nachmittag durften wir noch auf einem kleinen Ruderboot durch einen Nebenfluss uns rudern lassen, durch ein Dorf radeln und einen lokalen Markt überqueren. Alles in allem ein gemütlicher Tag im Delta das noch sehr echt und asiatisch rüberkam. Den nächsten Tag machten wir nochmals eine HCMC Stadttour, so dass auch Ivo diese crazy Stadt kennenlernen konnte. Nach einem lustigen Morgen gings kurz nach dem Mittag ins War Remnant Museum, das Museum vermittelt mit Bildern, alten Militärfahrzeugen, Waffen, Gefängnis-Nachbauten und ähnlichem sehr eindrucksvoll die Grausamkeiten während des Vietnamkrieges. Auch wenn das Museum etwas einseitig fast nur die Gräueltaten der Amerikaner zeigt, bekommt man hier die Chance den Krieg aus Sicht der Opfer zu sehen. Die Bilder und Geschichten lassen einen Erstarren, die Brutalität, Abartigkeit und Grausamkeit des Menschen ist in jeden Bild festgehalten. Man möchte die weinenden Kindern in den Bildern am liebsten in die Arme nehmen und jedem Kriegsfanatiker eins in die Eier kicken. (Gleichzeitig denkt man an die Bilder aus Aleppo und fragt sich wieso solche Dinge immer wieder geschehen müssen und wie die ganze Welt einfach dabei zusieht) Als wir das Museum verliessen war niemandem mehr nach Lachen, ein richtiger Stimmungskiller, aber leider auch ein Stück Geschichte. 

Mui Ne & Nha Trang

Nach dem Tag in HCMC fuhren wir am Abend in einem sogenannten Sleeperbus nach Mui Ne weiter. Kaum eingestiegen verstanden wir das Wort Sleeperbus ziemlich gut, anstatt mit Sitzen war der Bus mit Bett ähnliche Stühlen ausgestattet😂. Leider nicht unbedingt für West’ler gemacht, Ivo hatte kaum Platz in seinem Sitz und auch Adrian & Nicole sind schon bequemer gereist, welcome to Vietnam😄. Am nächsten Morgen fuhren wir dann zu einem Fischerdorf, einem kleinen Canyon und der kleinen Sahara Vietnams wo wir für eine Fahrt im Jeep durch die Dünen schön übers Ohr gehauen wurden, tja. Nachdem jeder mindestens einmal voll mit Sand wurde, wir die zweite „rote“ Düne besuchten, durch einen Fluss liefen von dem wir nicht wussten was drin lebt und der Strand uns nicht gerade weghaute, fuhren wir am Nachmittag weiter nach Nha Trang. Dort empfing uns dann leider der Regen und so machten wir uns nur noch in der Nähe des Hotels einen netten Abend. Wir brachten Ivo auch noch das Kartenspiel Shithead bei und spielten bis nach Mitternacht im Zimmer weiter. Als wir uns dann zum Schlafen entschieden (und evtl. einem Bier zu viel) entschied Adi uns noch vom einem interessanten Interview zu erzählen – Zitat: „Ich hab mal ein Interview mit einer gesehen die sagte… ähmmmm.. keine Ahnung mehr was sie gesagt hat und um was es ging“😂😂. Ivo und Nicole vergröllte es natürlich und noch Tage danach lachten alle, denn um was es im Interview ging weiss bis heute niemand genau… Wir werden wohl noch Jahre auf die komplette Geschichte warten und solange uns an dem Moment von Adrians grandioser Erzählung nagen müssen, haha.


In Nha Trang selbst verbrachten wir einen gemütlichen Tag, wo wir uns mit der Planung der weiteren Reise beschäftigen und nebenbei uns noch das unspektakuläre Nha Trang anschauten. Eine Partystadt mit vielen Betonblöcken und mittelmässigen Strand, mitten im Getummel befindet sich noch eine Ruine eines Cham-Tempels, was irgendwie sehr Fehl am Platz scheint. Mit dem Nachtbus steuerten wir dann unsere nächste Destination an, Hoi An.

Hoi An und Hue

Frühmorgens erreichten wir das Städtchen Hoi An und nach dem wir unser Gepäck in die Unterkunft gebracht hatten, ging es gleich nach dem Frühstück auf Entdeckungstour. Die wunderschöne Altstadt hat es in sich und wir waren sofort entzückt. Hoi An war früher eine Händlerstadt, wo sich Geschäftige aus China, Japan und Vietnam trafen. Und noch heute eilt Hoi An’s Ruf voraus, ist es doch DER Ort in Asien um sich etwas schneidern zu lassen, doch dazu kommen wir noch. Als erstes besuchten wir die japanische Brücke, eines der Highlights von Hoi An. Anschliessend spazierten wir etwas durch die Altstadt, tranken am Fluss frische Fruchtsäfte und schauten uns verschiedene Assembly Halls und Tempel an und mieteten sogar noch Fahrräder um das schöne Städtchen von allen Seiten kennenzulernen. Und wie gesagt, ist Hoi An für seine Schneider bekannt und jedes dritte Haus ist eine Schneiderei. Es erstaunt also nicht, dass Nicole dann mal nachfragte wie schnell so ein Kleid genäht wird und wie die Preise für Extraanfertigungen aussehen. Noch unentschlossen spazierten wir aber weiter, bis eine Dame uns winkte und Adrian netterweise Good Morning sagte.. bähhhm Köder an Land gezogen dachte sie sich wohl… sie berichtete uns dann von ihrem Marktstand und das sie selber Schneiderin sei und uns die besseren Preise als die Shops bieten kann. Auf unser Argument, dass sich dies wohl in der Qualität widerspiegelt, konterte sie sogleich mit dem Hammerargument, dass ihre Qualität genau gleich gut sei, sie jedoch im Gegensatz zu den Shops kein Geld für teuere Ladenmiete und Personal ausgeben muss. Wie schlau von ihr und dann auch noch absolut logisch! Also gingen wir mit und ein paar Minuten später hat Ivo zwei Hemden, Nicole zwei Kleider und Adi sogar einen ganzen Anzug bestellt, natürlich alles massgeschneidert mit den von uns ausgewählten Stoffen. So schnell geht’s und das obwohl wir am Morgen noch sagten, dass wir uns nichts schneidern lassen wollen. Abends schon konnten wir unsere perfekt passenden Kleider entgegennehmen und das alles zu einem Schnäppchenpreis (plus Qualität für gut befunden). 


Der nächste Morgen verbrachten wir mit einem Ausflug zur Ruine von My Son. Leider wurde ein Grossteil der hinduistischen Tempelanlage im Krieg und über die Jahre zerstört, doch trotzdem gibt man sich Mühe die verschiedenen Häuser (zwischen den Bombenkratern) aufrecht zu erhalten. Eine lustige & interessante Tour mit einem unterhaltsamen Tourguide wie wir fanden. Wir lernten über die verschiedenen Symbole aus dem Hinduismus und wie die Franzosen vor ein paar Jahrzehnten allen Figuren die Köpfe abschlugen um sie im Paris Louvre ausstellen zu können.🤔


Am späten Nachmittag nahmen wir dann mit ein paar kleineren Stopps die kurze Fahrt nach Hue auf uns. Zu Abend assen wir am Fluss in einem kleinen Restaurant wo wir extrem gut gegessen haben, nur Spezialitäten aus Hue selbst, bspw. Fried Pork with Figs – yummy! Leider wollte das Wetter in Hue nicht wirklich mit unseren Plänen mitspielen und der nächste Tag fiel ganz ins Wasser. Trotzdem machten wir eine Stadttour wo wir die Kaiserstadt, mehrere Königsgräber (Palast in dem per Zufall noch ein Grab ist, trifft’s eher) und auch sonst Häuser aus der Zeit als Hue noch die Hauptstadt Vietnams war, anschauten. Eigentlich eine coole Sache, aber durch den zum Teil ziemlich starken Regen machte das Ganze nur halb so viel Spass. Die Kaiserstadt selbst war aber auch so schön anzusehen, eine Stadt in der Stadt nur für den Kaiser, seine Familie, Konkubinen, Eunuchen und Bediensteten. Leider wurde auch hier im Krieg vieles zerstört und man ist immer noch am Wiederaufbau dran. 


Als nächstes wollten wir eigentlich in Zentralvietnam mindestens einen Nationalpark besuchen, doch leider regnete es so stark, dass grosse Teile der Region erstens überflutet waren und zweitens macht eine Wanderung im Regen auch nicht wirklich Freude. Also nahmen wir stattdessen den Zug nach Da Nang (auch ein kleines Erlebnis für sich, inkl. Ungeziefer & schlafende Leute auf dem Boden und mehr) um am nächsten Morgen früh nach Haiphong zu fliegen. 

Ein paar wenige Stunden und eine etwas schräge Busfahrt später befanden wir uns in Ha Long City, wo wir eine dreitägige Kreuzfahrt in der Ha Long Bay buchten. Doch mehr dazu erzählen wir im Part 2 des Vietnam Beitrags… und wir (husthust) geben unser bestes diesen noch vor Heilig Abend zu posten.☺️ 

Das Tauchen ist des Geissers Lust…

Der Titel sagt glaub schon alles – wir sind infiziert mit dem Tauchvirus! Nach unserer Auszeit auf Koh Samui (boaaah hat das gut getan mal 5 Tage am Strand zu liegen und einfach nichts zu tun), entschieden wir uns nach Ko Lanta weiter zu reisen. 

Ko Lanta ist eine Doppelinsel im Südwesten von Thailands und ist nebst schönen Stränden auch für tolle Tauchspots bekannt. Den ersten Tag nahmen wir noch gemütlich und schlenderten durch die Dörfchen, suchten einen guten Diveshop und assen am Strand bei wunderschönen Sonnenuntergang zu Abend. Am nächsten Morgen ging es dann früh los, es standen drei Tauchgänge in Koh Ha den Marine Nationalpark von Ko Lanta an. Nach 2.5h Bootsfahrt waren wir da, eine kleine Inselgruppe mitten im indischen Ozean. Dies waren unsere ersten Tauchgänge im „offenen“ Meer, da der Golf von Thailand, wo wir davor waren, eher Badewannenmässig ist da dort keine Strömungen etc. vorherrschen. Also ging’s los und schon beim ersten Tauchgang konnten wir die etwas neuen Bedingungen spüren, aber gleichzeitig natürlich auch die super Unterwasserwelt geniessen. Nebst unseren ersten Sightings von Feuerfischen und Riesen-Kugelfischen, sahen wir auch unsere erste Riesenmoräne! Echt cool! Alles in allem einer sehr schöner Tag im und auf dem Wasser, die Reise nach Ko Lanta hat sich definitiv gelohnt. 


Der nächste Stopp auf unserer Route Khao Lak kannten wir schon gut, vor einigen Jahren machten wir hier Urlaub und wir dachten es sei doch lustig nochmals vorbei zuschauen. Naja das war nicht ganz unsere einzige Absicht😉 aber eins nach dem anderen. Von Ko Lanta aus wäre die Fahrt in guten 4-5h machbar, doch da wir in Thailand sind und man von den Busgesellschaften gerne beim Umsteigen mal 3h in eine Wartehalle parkiert wird, ging es halt dementsprechend länger… Als wir endlich im richtigen Van sassen und Khao Lak schon fast in Reichweite war, kam der Wolkenbruch und das Gewitter. Nicht weiter schlimm, wir sind ja im Auto – hahaha, unsere Rucksäcke waren leider jedoch aufs Dach geschnürt und als wir sie wieder entgegen nahmen triefend nass😳😰. 

Was soll’s wir konnten es auch nicht mehr ändern, wenigstens haben wir heil unser Ziel erreicht. Schnurrstracks liefen wir in den Diveshop, denn ja, nur wegen Khao Lak sind wir definitiv nicht gekommen😜 wir wollten zu den Similan & Surin Inseln um die Marineparks zu besuchen. Im Tauchshop ging dann plötzlich alles schnell, Last Minute konnten wir eine 4-tägige Tauchkreuzfahrt buchen und wenige Stunden später befanden wir uns schon an Bord der ‚Mantaqueen 3‘. Vier Tage und 15 Tauchgänge waren angesagt – und ja wem es bis jetzt noch nicht aufgefallen ist, für den sprechen wir es auch gerne aus: Wir sind angefressen und richtige Tauchsuchtis in kürzester Zeit geworden… Schuldig im Sinne der Anklage, wer aber selber taucht versteht sicher wie das passieren konnte😅😅😅. An Bord befanden sich insgesamt 30 Taucher, rund 10 Instruktoren und natürlich die super Bootscrew (so super, dass man fast schlafend tauchen gehen konnte und sie uns von Kopf bis Fuss in die Ausrüstung steckten – sogar in die Brille spuckten sie wenn’s sein muss für einen, neiiiiin soweit ging’s natürlich nicht😄). Übernachtet wurde in einer 4er Kajüte und getaucht mit drei weiteren „jungen“ Tauchern, d.h. in unserer Gruppe konnten alle ihre Anzahl Tauchgänge mit diesem Trip mind. verdoppeln. Schon im Bus zum Pier fing es lustig an, setzten wir uns doch zufälligerweise neben eine junggebliebene 72-jährige Dame die (man glaubt gar nicht wie klein die Welt zu sein mag) auch aus Basel kam. So hatten wir von Anfang an schon einiges zu lachen & zu erzählen, vor allem auch da die liebenswerte Rena seit längerem in Indien wohnt und selber eine Weltenbummlerin war bzw. noch ist. Auch auf dem Schiff verging nicht viel Zeit bis wir Bekanntschaften schlossen, am nächsten Tag brachten wir schon einigen ‚Fuck-the-Neighbor‘ bei und wir  lernten dafür das Spiel ‚Shithead‘ kennen (haben die Kartenspiele eigentlich alle so schöne Namen? Wir überlegen uns Fuck-the-Neighbor in ‚Make-Love-to-your-Neighbor‘ umzubenennen… nicht). So verbrachten wir die Tage mehr oder weniger unter dem Motto des Tauchunternehmens: Dive, eat, sleep, repeat. Mit vier Tauchgängen pro Tag kommt das ziemlich hin, ein normaler Tagesablauf war nämlich aufstehen, tauchen, frühstücken, Pause, tauchen, Mittagessen, Mittagsschlaf-Zeit, tauchen, snacken, Karten spielen, tauchen, Abendessen, spielen & trinken, schlafen – REPEAT😄. Klingt vielleicht einödig, hat aber suuuuuper viel Spass gemacht! Die Tauchgänge waren meistens mega schön, von unzähligen Fischchen zu farbprächtigen Korallen, verspielten Schildkröten zu wachsamen Barracudas, lätschigen Skorpionsfischen zu schlafende Oktopusse haben wir alles gesehen… Das absolute Highlight bestaunten wir bei unserem letzten Tauchgang des zweiten Tages: ein Walhai entschied sich über unsere Köpfe hinweg zu schwimmen – SOOOO GEIL!! Es war zwar nur ein jugendlicher Walhai, aber locker 4.5m lang, das absolut grösste und coolste was wir bisher gesehen haben, einfach nur wunderschön! 😍🐠🐟🐡🐢🦀🐙🐬🐡🐟🐠 An Adrians Geburtstag (Danke für all die Glückwünsche) ging die Tauchsafari dann zu Ende und wir mussten leider wieder zurück an Land kehren. Ein absolut tolles Erlebnis und wir können jedem Tauchbegeistertem eine Liveaboard in den Similan & Surininseln absolut empfehlen – wir würden es sofort wieder machen, denn nicht nur tauchtechnisch, auch sonst hatten wir ein paar schöne Tage mit tollen neuen Bekanntschaften verbracht. 


Video von der Walhai Begegnung
FB- Eintrag des Diveshops (geht auch ohne FB Konto)

 
Zurück in Khao Lak mussten wir unsere Rückreise nach Bangkok planen, da wir zwei Tage später nach Vietnam fliegen sollten. Leider waren die Nachtbusse alle aufs Wochenende schon ausverkauft, so verbrachten wir einen Tag mehr als geplant in Khao Lak und flogen Samstag Nacht zurück nach Bangkok, wo wir ein paar Stunden Flughafenschlaf abbekamen bevors Sonntag früh morgens weiter nach Ho Chi Minh City, Vietnam ging. Davon gibt es noch nicht allzu viel zu berichten, bzw. sparen wir und das für’s nächste Mal auf 🤓 

Und weil’s so schön war, hier noch eins😅